Wahlkampf: Neues von der SPD, den Machern von Hartz-IV!
Geschrieben von Klaus Alrutz - 24. April 2009
Wie die SPD ihre unsicheren Kandidaten (Peer Steinbrück und Ulla Schmidt) bei der Bundestagswahl 2009 auf die Listenplätze bringt.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sollen für die Bundestagswahl am 27. September auf vorderen Listenplätzen in NRW abgesichert werden.
Das geht aus dem Vorschlag des Landesvorstands für den SPD-Landesparteitag am Samstag in Halle hervor, wie die Nachrichtenagentur ddp erfuhr. Steinbrück soll auf den dritten, Schmidt auf den vierten Platz gewählt werden. Auf Rang 1 der Liste kandidiert Parteichef Franz Müntefering.
Die Absicherung wurde offenbar vorgenommen, da die Bundesminister Steinbrück (Mettmann) und Schmidt (Aachen) in für die SPD unsicheren Bundestagswahlkreisen kandidieren.
Für den zweiten Listenplatz wird die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren aus dem Münsterland vorgeschlagen. Die Vorschlagsliste wird streng nach dem Proporz zwischen den Regionen in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt. Der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner (Ostwestfalen) steht auf dem sechsten Platz. SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks (Niederrhein) rangiert auf der neunten Position. Ob es zu Kampfkandidaturen auf dem Parteitag um die Listenverteilung kommen wird, ist offen.
Bei der letzten Bundestagswahl 2005 zog die Landesliste bis Rang 25. Etliche SPD-Bundestagskandidaten wie der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (Platz 49, Mittelrhein) oder der Oberhausener NRW-SPD-Generalsekretär Michael Groschek (65, Niederrhein) verzichten 2009 auf einen vorderen Listenplatz. Sie wollen ihre Wahlkreise holen.
Die insgesamt 54 NRW-SPD-Abgeordneten stellen derzeit den größten Block in der 222-köpfigen Bundestagsfraktion der Sozialdemokraten. Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 hatte die SPD in Nordrhein-Westfalen 40,0 Prozent erreicht. Die CDU war damals mit 34,4 Prozent zweitstärkste Kraft. Die FDP kam auf 10,0 Prozent. Die Grünen erreichten 7,6 und die Linke 5,2 Prozent.
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