Computerhilfe u. Info Blog

Computerhilfe und Info Blog rund um die IT u. Internetsicherheit aus Hildesheim/Niedersachsen/DE.

Weblog-Archiv für 24. Oktober 2008

Comedypreis: Triumph des Steinzeit-Humors

Verfasst von Klaus Alrutz am 24. Oktober 2008

Gut, dass Marcel Reich-Ranicki das nicht erleben musste. Wenn er schon die Gala des Deutschen Fernsehpreises niveaulos fand, was würde er wohl zur Verleihung des Deutschen Comedypreises am Freitagabend sagen?

Menschen kosten Katzenfutter oder versuchen, sich möglichst viele Münzen in die Unterhose zu stopfen. Dazu immer mal wieder eine neue umgangssprachliche Bezeichnung für primäre und sekundäre Geschlechtsorgane und dazwischen viel «Scheiße».

Die Preisträger werden nach RTL – Angaben „durch eine Jury aus renommierten Fachleuten bestimmt“. Die besonders derbe Pro-Sieben-Reihe «Elton vs Simon» («Wer kann am längsten Porno schauen, ohne eine Erektion zu bekommen?») wurde beste Comedyshow, die RTL-Arzt-Serie «Doctor’s Diary» beste Comedyserie und «Switch Reloaded» beste Sketchcomedy. Beste Schauspielerin ist nach dem Urteil der Fachleute Nora Tschirner aus dem Til-Schweiger-Film «Keinohrhasen», bester Schauspieler Michael Kessler, der sich mit Parodien auf Edmund Stoiber, Florian Silbereisen und Adolf Hitler empfahl.

Mirja Boes, die mit Ballermann-Schlagern wie «Das sind nicht 20 Zentimeter, nie im Leben kleiner Peter» den Durchbruch schaffte, darf sich beste Komikerin nennen, Michael Mittermeier bester Komiker. Mario Barth («Männer sind primitiv, aber glücklich») erhielt zum vierten Mal in Folge den Award für den erfolgreichsten Live Act. Mit einem Auftritt vor 70 000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion hatte er im Juli einen «Comedy-Weltrekord» aufgestellt.

Diese Zahlen sind so unglaublich, dass sich mit Barth mittlerweile auch die Wissenschaft beschäftigt. Der Humor des 35-jährigen richte sich «an stammesgeschichtlich schon sehr alte Gehirnstrukturen, die eine Gefühlskommunikation ohne reflexives Bewusstsein ermöglichen», sagte der Berliner Psychologe Prof. Peter Walschburger der Deutschen Presse-Agentur dpa. Frei übersetzt: So hat man zur Steinzeit auch schon gelacht. Walschburger warnt jedoch vor «intellektuellem Hochmut» nach Art Reich-Ranickis: «Mario Barth hat sicherlich eine besondere Leistung erbracht, wenn auch keine Leistung im Sinne von Bildung. Die schiere Zahl der Leute zeigt, dass das eine Medienwirkung ist, die man ernst nehmen muss.»

Auch der Kommunikationswissenschaftler Prof. Volker Gehrau aus Münster will die gute, alte «Scheibenwischer»-Zeit nicht glorifizieren: «Ich bin mit „Klimbim“, „Nonstop Nonsens“ und Louis de Funès aufgewachsen, das war auch nicht viel anders, nur haben wir das noch nicht als Comedy gesehen.» Auch heute finde sich noch der eine oder andere Anarchist unter den Comedians, etwa der unberechenbare Helge Schneider. «Generell gilt: Lachen ist eines der sozial verbindendsten Dinge überhaupt. Loriot zum Beispiel ist so eine Figur, die einfach alle gut finden.»

Prof. Joan Kristin Bleicher von der Universität Hamburg, die Comedy-Sendungen gezielt untersucht hat, sieht ebenfalls einen psychologischen Nutzen: «Viele schalten solche Programme abends gezielt ein, um ihre Stimmungslage zu optimieren.» Dabei beobachtet sie einen Trend zur Spezialisierung: «Die Programme werden immer stärker für eine ganz bestimmte Zielgruppe gemacht und deshalb ist auch die Ausgrenzung stärker.» Will sagen: Entweder man liebt es – oder man hasst es.

Quelle: DPA/Yahoo

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Englische Pubs können künftig auch Zweidrittel-Pints ausschenken

Verfasst von Klaus Alrutz am 24. Oktober 2008

Pubgänger in Großbritannien haben vielleicht bald ein neues Glas vor sich stehen: Sie sollen ihr Fassbier ab dem kommenden April auch in Gläsern zu einem Zweidrittel-Pint (entsprechend 0,378 Liter) erhalten. Bislang gibt es nur die Wahl zwischen einem halben und einem ganzen Pint – für manchen einerseits zu viel, andererseits zu wenig.

Befürworter der neuen Glasgröße hoffen, dass vor allem weibliche Pubgäste am Zweidrittelmaß Gefallen finden. Ein Sprecher der britischen Bier- und Pub-Vereinigung sagte, die neue Größe ähnele der von kontinentaleuropäischem Flaschenbier, und die Kunden könnten diese Sorten dann in gleicher Menge auch vom Fass erhalten. „Es ist sinnvoll, das Zweidrittel-Pint hinzuzufügen, denn für manche Kunden und Biersorten wird es einfach wie die richtige Größe erscheinen.“ Ein Sprecher der Kampagne für echtes Ale befürchtete dagegen, dass das neue Maß zu verstärktem Trinken verführen könne.

Quelle: AP/Yahoo

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Deutschland: Web-Archivierung ist kopflose Sammelwut

Verfasst von Klaus Alrutz am 24. Oktober 2008

Die Deutschen sind ein Volk der Dichter und Denker…. und der Jäger und Sammler von Informationen. Das zumindest suggeriert das neue Gesetz der Bundesregierung, das Betreibern von Internet-Seiten ab sofort dazu verpflichtet, Kopien ihrer Online-Inhalte vorzugsweise in Form von PDF-Dokumenten an die Deutsche Nationalbibliothek zu übersenden. Denn die Archivierung des deutschen Internets ist jetzt das Gebot der Stunde.

Erschreckend daran ist nicht allein die Tatsache, dass auf die Anbieter von Web-Präsenzen ein aberwitzig hoher Zeitaufwand für die Erstellung der Dokumente zukommt. Noch haarsträubender an der „Verordnung über die Pflichtablieferung von Medienwerken an die Deutsche Nationalbibliothek“ ist, wie wenig über elementar wichtige Fragen und technische Möglichkeiten nachgedacht worden ist.

Bis zu den geistigen Vätern dieser Verordnung hat es sich offenbar noch nicht herumgesprochen, dass sich etliche Dateiformate wie Videos und Podcasts nicht in PDF-Dokumente umwandeln lassen. Auch scheint nicht bedacht worden zu sein, welche Datenlawine sich über die Deutsche Nationalbibliothek ergießen wird, wenn alle Webmaster der Verordnung Folge leisten. Die Daten müssen gespeichert werden, die entsprechenden Server brauchen Wartung und verbrauchen eine nicht unerhebliche Menge Strom. Sie werden also zu einem unbequemen Kostenfaktor. Und wer darf’s bezahlen? Vermutlich der Steuerzahler, wie immer. Zudem wäre es sinnvoll zu klären, wie häufig eine Aktualisierung der Bestände durchzuführen ist – schließlich ändern sich die Inhalte auf Web-Seiten in vielen Fällen stündlich.

Immerhin bleiben einige Webmaster verschont: Internet-Seiten, die zu privaten oder gewerblichen Zwecken dienen, müssen nicht archiviert werden, ebenso wenig wie zeitlich begrenzte Vorabveröffentlichungen, Hörfunk- und Fernsehproduktionen sowie Software und Anwendungs-Tools. Schwer zu sagen ist da, was nun eigentlich privat ist – und vor allem, was tatsächlich speicherungswürdig ist. Denn wenn es darum ginge, wirklich wertvolle Informationen zu konservieren, dann sollten gerade die Web-Auftritte zahlloser privater Anbieter einmal genauer betrachtet werden. Dort finden sich oft mit viel Liebe zum Detail und großer Akribie zusammengetragene fundierte Informationssammlungen, die auf „professionellen“ Seiten ihresgleichen suchen.

weiterlesen bei Yahoo-Nachrichten

Quelle: Global Press/Yahoo

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Moskau verweigert Google Expansion in Russland

Verfasst von Klaus Alrutz am 24. Oktober 2008

Das Kartellamt in Moskau hat dem amerikanischen Internet-Konzern Google ein stärkeres Engagement auf dem russischen Markt verweigert.

Die Kartellbehörde habe sich gegen die Übernahme des zweitgrößten russischen Werbeanzeigen-Anbieters Begun durch eine auf Zypern eingetragene Google-Tochter entschieden, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung «Wedomosti» (Freitag) unter Berufung auf die Behörde. Grund seien «unklare Eigentumsverhältnisse» beim Käufer.

Die Übernahme von Begun durch Google war im Juli von den Unternehmen vereinbart worden. Mit dem Kauf hätte Google der mit Abstand größten russischen Internet-Suchmaschine Yandex Konkurrenz gemacht. 2007 kontrollierte Begun rund ein fünftel des russischen Marktes für Werbeanzeigen bei der Internetsuche. Auf Google entfallen in Russland derzeit etwa fünf Prozent dieses Werbemarktes. Die Moskauer Führung dementierte Berichte, wonach Regierungschef Wladimir Putin persönlich die Übernahme durch Google gestoppt habe, um einen stärkeren Einfluss der Amerikaner zu verhindern.

Der russische Internet-Konzern Rambler, der 50,1 Prozent an Begun hält, sollte ursprünglich dem Investmenthaus FinAm die restlichen 49,9 Prozent der Anteile abkaufen und das gesamte Paket dann an Google übereignen. Den Wert des Geschäfts schätzten Analysten auf etwa 140 Millionen Dollar (109,3 Mio Euro).

Quelle: DPA/Yahoo

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Wieder Trojaner in gefälschten Rechnungen

Verfasst von Klaus Alrutz am 24. Oktober 2008

Nach Angaben der Virenspezialisten von AV-Test schwappen wieder gefälschte Mails mit vorgeblichen hohen Rechnungen in größerer Zahl durchs Netz, die versuchen, den Empfänger in Angst und Schrecken zu versetzen, damit dieser sorglos den Mail-Anhang öffnet. Darin befindet sich dann ein ZIP-Archiv, in dem eine als SSL-Zertifikat getarnte ausführbare Datei steckt. Die enthält einen Trojan-Downloader, der weitere bösartige Programme nachlädt und auf dem PC installiert.

Die Mail kommen offenbar in zwei Varianten als Rechnung eines Inkassobüro und eines Stromversorgers daher:

Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Anzahlung Nr.771090603943 ist erfolgt
Es wurden 6666.88 EURO Ihrem Konto zu Last geschrieben.
Die Auflistung der Kosten finden Sie im Anhang in der Datei: Rechnung.

Alle unsere Rechnungen sind mit einem Sicherheitszertifikat versehen - der ist
fuer Sie nicht von Bedeutung

TESCHINKASSO Forderungsmanagement GmbH

sowie

Sehr geehrte Damen und Herren
Ihr Abbuchungsauftrag Nr.46538563 wurde erfullt.
Ein Betrag von 484.00 EURO wurde abgebucht und wird in Ihrem Bankauszug als
"Vattenfallabbuchung " angezeigt.
Die Auflistung der Kosten finden Sie im Anhang in der Datei: Rechnung.

Alle unsere Rechnungen sind mit einem Sicherheitszertifikat versehen - der ist
fuer Sie nicht von Bedeutung

Vattenfall Europe AG
Chausseestra?e 23
10115 Berlin

In einem ersten Test (Stand 10 Uhr) von AV-Test erkannten nur ClamAV, Command, Dr. Web, F-Prot, Kaspersky und Sophos einen Schädling. Mit den nicht offiziellen Beta-Signaturen warnten auch Symantec und Trend Micro vor einem Angriff. Wie immer gilt: Nicht in Panik versetzen lassen und unbedacht Archive öffnen und darin enthaltene Dateien anklicken. Weitere Hinweise zum Schutz vor Schädlingsbefall liefern die Antivirenseiten von heise Security.

Quelle: heise.de/c´t

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Regierung schließt Nackt-Scanner in Deutschland aus

Verfasst von Klaus Alrutz am 24. Oktober 2008

Das Bundesinnenministerium hat die Einführung sogenannter Nackt-Scanner in Deutschland ausgeschlossen. Eine Sprecherin von Minister Wolfgang Schäuble sagte am Freitag in Berlin: „Ich kann Ihnen in aller Klarheit sagen, dass wir diesen Unfug nicht mitmachen.“

Sie reagierte damit auf Pläne der EU-Kommission, die Ganzkörper-Scanner europaweit an Flughäfen zuzulassen. Datenschützern sowie SPD, Grüne, FDP und Linke hatten am Donnerstag kritisiert, die Geräte, die selbst die Unterwäsche durchleuchten, verletzten alle Schamgrenzen und damit die Menschenwürde.

Quelle: AP/Yahoo

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Kontakte-Netzwerk LinkedIn bekommt weitere Finanzspritze

Verfasst von Klaus Alrutz am 24. Oktober 2008

Das US-amerikanische Social Network LinkedIn bekommt von SAP Ventures, Goldman Sachs und The McGraw-Hill Companies eine weitere Finanzspritze im Gesamtwert von 22,7 Millionen US-Dollar. Damit erhöhe sich die im Juni eingeleitete Finanzierungsrunde auf 75,7 Millionen US-Dollar, wie LindekIn-CEO Dan Nye in seinem Weblog schreibt. Das Kontaktnetzwerk zählt nach eigenen Angaben weltweit 30 Millionen Mitglieder. Mit dem frischen Geld soll die Expansion vorangetrieben und das Angebot an Diensten erweitert werden.

Der Verleger Tim O’Reilly hatte gestern auf der Web 2.0 Expo in Berlin die Finanzkrise als heilsam für das Web 2.0 bezeichnet. Sie führe zu einer Marktbereinigung. Davon könnte LinkedIn profitieren, denn es gehört zu den etablierten Unternehmen und hat bereits vor Beginn der Krise Verhandlungen mit potenziellen Anlegern aufgenommen, wie die Financial Times Deutschland analysiert.

Quelle: heise.de/c´t

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