Computerhilfe u. Info Blog

Computerhilfe und Info Blog rund um die IT u. Internetsicherheit aus Hildesheim/Niedersachsen/DE.

Weblog-Archiv für 18. Oktober 2008

Datenleck bei Springer-Konzerntochter

Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Oktober 2008

Nun hat auch der Medienkonzern Axel Springer sein Datenschutz-Problem: Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorab berichtet, seien „wochenlang sensibelste persönliche Daten“ von Anzeigenkunden der Springer-Tochter WBV Wochenblatt Verlag über das Internet abrufbar gewesen. Per einfacher Google-Suche ließen sich dem Spiegel zufolge sogar von Kunden, die anonyme Chiffre-Anzeigen, etwa in der Rubrik „Heiraten und Bekanntschaften“, geschaltet hatten, komplette Datensätze mit Namen, Anschrift, Handynummer und den Kontodaten einsehen.

WBV-Geschäftsführer Peter Prawdzik hat das Datenleck bereits eingestanden. Es seien zunächst „einige tausend“ derartiger Datensätze im Internet sichtbar gewesen, erklärte er dem Magazin. Sein Unternehmen habe das Datenleck nach einem ersten Hinweis Ende September sofort behoben. Dennoch sind laut Spiegel über den Google-Cache noch bis zum gestrigen Freitag mittag mehrere hundert Kunden-Informationen abrufbar gewesen. Es habe sich vor allem um Inserenten aus dem Hamburger und Berliner Raum gehandelt, wo Springer jeweils mit rund zwei Dutzend lokalen Anzeigenblättern vertreten ist. Inzwischen seien auch die Cache-Daten gelöscht.

„Wir bedauern den Vorfall außerordentlich“, sagte Springer-Sprecher Dirk Meyer-Bosse gegenüber dem Spiegel. Der Springer-Konzerndatenschutzbeauftragte habe die zuständige Hamburger Datenschutzaufsicht kurz nach dem ersten Hinweis auf das Leck informiert. Es sei „bedauerlich, dass so ein Programmierfehler durch unsere Qualitätskontrolle gelaufen ist“, heißt es der Zeitschrift zufolge in einem Schreiben an die Aufsicht vom 8. Oktober.

Quelle: heise.de/c´t

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Google-Werbung wird als Malware-Schleuder missbraucht

Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Oktober 2008

Adobe hat vor teils gefährlichen Sicherheitslücken im Flash Player 9 gewarnt. Nutzer sollen auf die aktuelle Version 10.0.12.36 updaten. Dies haben sich Gauner zunutze gemacht und einen Adware-Schädling entwickelt, der sich als Update auf Flash Player 10 ausgibt. Zur Verbreitung ihres Produkts nutzen die Täter Werbeschaltungen bei Google. Mehrere Security-Unternehmen warnen vor dem Aufruf der dort verlinkten Webseiten.

Wer in den deutschsprachigen Versionen von Google nach „Flash Player“, „Flash Player Update“, „Flash Player 10″ und ähnlichen Begriffen sucht, erhält direkt oberhalb der Suchergebnisse oder rechts davon Werbung eingeblendet. „Adobe Flash Player 10″, heißt es dort, „Die Neueste Version steht jetzt zum kostenlosen Download bereit.“ Die ordentlich gestalteten Webseiten bietet eine Datei namens flash10_setup.exe zum Download an.

Wer dieses Programm installiert, bekommt aber nicht das von Adobe empfohlene Flash-Update, sondern handelt sich einen Schädling ein. Dieser wird derzeit nur von wenigen Virenscannern erkannt. Dem österreichischen Unternehmen Ikarus zufolge handelt es sich um Adware, also Software, die unerwünschte Werbung einblendet. (Daniel AJ Sokolov) heise.de/c´t.

Quelle: heise.de/c´t

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