Computerhilfe u. Info Blog

Computerhilfe und Info Blog rund um die IT u. Internetsicherheit aus Hildesheim/Niedersachsen/DE.

Weblog-Archiv für 4. Oktober 2008

Opposition fordert nach Datenklau bei T-Mobile Konsequenzen

Verfasst von Klaus Alrutz am 4. Oktober 2008

Nach Bekanntwerden des großangelegten Datendiebstahls bei der Telekom-Tochter T-Mobile fordert die Opposition rechtliche Konsequenzen: Die umstrittene Vorratsdatenspeicherung müsse sofort zurückgenommen werden, erklärte der Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck in Berlin. Die Daten der Bürger seien bei der Deutschen Telekom nicht sicher. „Wo Datenberge entstehen, gibt es neben dem vorschriftsgemäßen Gebrauch den fahrlässigen und den vorsätzlich kriminellen Mißbrauch der Daten“, erklärte Beck.

„Wir brauchen umgehend ein neues, restriktives Datenschutzrecht“, erklärte Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke). Dies sei Aufgabe des Bundestages. „Das Mindeste, was sofort zu erwarten wäre, ist, dass diese 17 Millionen Bürger davon in Kenntnis gesetzt werden.“ Der neue Fall von Datendiebstahl von 17 Millionen Kundendatensätzen zeigt mehr als deutlich, dass die Datensicherheit verbessert werden müsse, erklärte auch die FDP-Innenexpertin Gisela Piltz. Kundendaten bräuchten größtmöglichen Schutz vor kriminellem Datenmissbrauch. Daten müssten schon von vornherein sicher gespeichert werden, und nicht erst wie im Falle T-Mobile sichergestellt, wenn sie schon entwendet wurden.

Zuvor hatte die Telekom mitgeteilt, dass mehr als 17 Millionen Kundendaten mit privaten Angaben wie Adressen, Geburtsdaten, Handy-Nummern und teils auch e-mail-Adressen bei der Mobilfunksparte T-Mobile gestohlen wurden. Ein Sprecher bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“.

Die Telekom begründete die späte Information der Kunden und der Öffentlichkeit damit, dass in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft zunächst die Diebe dingfest gemacht werden sollten. Da es auch keine Anhaltspunkte für einen Verkauf der Daten gegeben habe, ging der Konzern offenbar davon aus, dass der Fall erledigt sei, bis die Daten nun beim „Spiegel“ wieder auftauchten. Das Unternehmen hatte nach dem Datenklau die Sicherheitsstandards noch einmal verschärft.

Offen blieb, wie der „Spiegel“ an den gesamten Datensatz kam. Das Magazin berichtete vorab aus seiner neuen Ausgabe, ihm lägen die Kundendaten vor, die bereits im Internet in kriminellen Kreisen angeboten worden seien. Unter den Prominenten seien Show-Größen wie Günther Jauch und Hape Kerkeling sowie unter anderem Ex-Bundespräsidenten. Für sie wäre eine Verbreitung ihrer Daten in kriminellen Kreisen eine Bedrohung ihrer Sicherheit.

Quelle: AFP/Yahoo

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Alter Raub, neuer Skandal: 17 Millionen Telekom-Nummern entwendet

Verfasst von Klaus Alrutz am 4. Oktober 2008

Der Telekom-Mobilfunksparte T-Mobile wurden mehr als 17 Millionen Kundenstammdaten entwendet, teilte der Konzern in Bonn am heutigen Samstag mit und bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Der Diebstahl, der auch die geschützten Daten vieler Prominenter betraf, habe sich bereits im Jahr 2006 ereignet, damals sei die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. „Recherchen im Internet und in Datenbörsen ergaben über Monate keine Anhaltspunkte, dass die Daten im Schwarzmarkt weitergegeben oder angeboten wurden. Deshalb ging der Konzern davon aus, dass keine Weitergabe der Daten erfolgte“, berichtete ein Telekom-Sprecher.

Offensichtlich habe sich aber Der Spiegel durch Dritte Zugang zu den Daten verschaffen können, hieß es bei der Telekom weiter. „Dass dieser Fall aus 2006 uns erneut beschäftigt, trifft uns sehr“, sagte Philipp Humm, Geschäftsführer T-Mobile Deutschland laut einer Unternehmensmitteilung. „Wir gingen bisher davon aus, dass diese Daten im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in vollem Umfang sichergestellt wurden.“ Die Telekom betonte, dass die Datensätze keine Bankverbindungen, Kreditkartennummern oder Verbindungsdaten enthalten. Jedoch seien neben Name und Anschrift die Mobilfunknummer, teils das Geburtsdatum und in einigen Fällen auch die E-Mail-Adresse in den Datensätzen zu finden, so die Telekom.

Auf dem Datenträger finden sich laut Spiegel nicht nur viele Prominente aus Kultur und Gesellschaft, sondern auch eine große Anzahl geheimer Nummern und Privatadressen von bekannten Politikern, Ministern, Ex- Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern, Milliardären und Glaubensvertretern, für die eine Verbreitung ihrer Kontaktdaten in kriminellen Kreisen eine Bedrohung ihrer Sicherheit darstellen würde.

Quelle: DPA/heise.de

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Merkel beklagt Fachkräftemangel

Verfasst von Klaus Alrutz am 4. Oktober 2008

Angesichts der Krise auf den Weltfinanzmärkten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel verstärkte Anstrengungen zur Behebung des Fachkräftemangels in Deutschland gefordert. Dies sei notwendig, um die positive Entwicklung von Arbeitsmarkt und Wirtschaft am Laufen zu halten, sagte die CDU-Vorsitzende in ihrer am Samstag in Berlin veröffentlichten Videobotschaft. «Es fehlt eine hohe Zahl von Fachkräften», warnte die Kanzlerin.

Merkel forderte die Wirtschaft auf, sich an der nationalen Qualifizierungsinitiative zu beteiligen. Ziel der Initiative ist es, die Übergänge zwischen den Bildungsbereichen zu erleichtern und «Aufstieg durch Bildung» zu ermöglichen. Junge Menschen ermutigte die Kanzlerin, sich für technische Berufe oder Ingenieurberufe zu interessieren.

Am Montag besucht Merkel im Rahmen ihrer Bildungsreise quer durch die Republik in Bayern die Fachhochschule Deggendorf. Fachhochschulen wie diese seien ein herausragendes Beispiel dafür, wie sich Ingenieurausbildung betriebsnah gestalten lasse, erklärte sie. Ebenfalls in der kommenden Woche wird sich die Kanzlerin den Angaben zufolge an der Technischen Hochschule Magdeburg zeigen lassen, wie arbeitslose Akademiker wieder fit für den Job gemacht werden.

http://www.bundeskanzlerin.de/

Quelle: AP/Yahoo

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