Verfasst von Klaus Alrutz am 23. September 2008
Erstmals waren deutsche Voice-over-IP-Nutzer (VoIP) von einer Attacke betroffen. Zwischen dem 4. und 10. September gingen bei den Betroffenen zu nachtschlafender Zeit Anrufe von der Rufnummer 5199362832664 ein, teilweise im Stundentakt. Einige Betroffene wandten sich daraufhin an die örtliche Polizei oder stellte gar Strafanzeige. Eine Nachfrage von heise online bei VoIP-Providern ergab, dass die Anrufe in deren Netzen erst einmal nicht registriert worden waren. Der Angriff war offenbar direkt auf die VoIP-Hardware der Kunden gelenkt worden, um vermutlich einen kostenpflichtigen Rückruf der Opfer zu provozieren. Bei fehlerhaften Konfigurationen von Asterisk-Anlagen soll es allerdings zu automatischen Rückrufen gekommen sein.
„Die Belästigung von Kunden durch die Rufnummer ist bekannt, kann aber durch Freenet nicht behoben werden“, antwortete der Provider hilfesuchenden Kunden. Der Anzahl der Postings von Freenet-Kunden nach zu schließen, waren diese besonders betroffen. Der Support des Hamburger Providers riet, sich an die Bundesnetzagentur zu wenden, um eine Sperrung der besagten Rufnummer zu erwirken. Die Sperrung im Router oder beim Kundencenter habe dagegen keine Auswirkung. Sperrungen in den Routern der Kunden selbst erbrachten offenbar aber unterschiedliche Ergebnisse, manche hatten anschließend Ruhe. Freenet versuchte, die Kunden in einer Hinsicht zu beruhigen: Das Unternehmen gehe davon aus, dass die Anrufe bislang keinerlei Kosten verursacht hätten.
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Quelle: heise.de
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Verfasst von Klaus Alrutz am 23. September 2008
Der Ziehvater des Eisbärbabys „Knut“, Thomas Dörflein, ist an einem Herzinfarkt gestorben. Das ergab eine Obduktion der Leiche, wie die Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte. Dörflein war am Montag überraschend zusammengebrochen und verstorben. Den Angehörigen des 44-jährigen Tierpflegers übermittelte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit seine Anteilnahme. Mit „großer Bestürzung“ hätten die Einwohner der Stadt, der Senat und er persönlich die Nachricht vom Tod Dörfleins aufgenommen, schrieb Wowereit in seinem Kondolenzbrief an dessen Mutter. Den 44-Jährigen hatte die Aufzucht von Knut weltweit bekannt gemacht.
Der gerichtsmedizinischen Untersuchung zufolge führte eine frisch gebildete Thrombose – die Verstopfung von Blutgefäßen durch Gerinnsel – zur mangelhaften Blutversorgung des Herzens. Andere Todesursachen, insbesondere ein Fremdverschulden, seien aus medizinischer Sicht ausgeschlossen, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Wowereit bezeichnete es in seinem Kondolenzschreiben als „unfassbar, dass dieser große, starke, sympathische Mann nicht mehr lebt“. Dörflein sei „ein Tierpfleger aus Passion“ gewesen, der die Herzen der Menschen weit über die Stadt hinaus erobert habe. Sein Engagement für Knut habe aus dem 44-Jährigen einen der prominentesten Berliner gemacht – dieser habe, „ob er wollte oder nicht, Berliner Geschichte geschrieben“. Dabei sei er stets „bescheiden und bodenständig“ geblieben: „Das große Pathos war seine Sache nicht, wohl aber große Arbeit für seine Tiere.“
Auch der Direktor des Berliner Zoos, Bernhard Blaskiewitz, würdigte Dörflein als einen Menschen von einer „Bescheidenheit, die heute nicht mehr häufig ist“. Der 44-Jährige habe öffentliche Auftritte meist zurückgewiesen und auch Ehrungen wie den „Bambi“ oder die „Goldene Henne“ abgelehnt, sagte Blaskiewitz dem Fernsehsender N24. „Das zeigt schon, dass ihm daran gelegen war, dass seine Arbeit im Mittelpunkt stand und nicht er als Person.“
Quelle: AFP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 23. September 2008
Mit falschen Anti-Spyware-Programmen versuchen Kriminelle derzeit verstärkt die Computer von arglosen Internet-Surfern auszuspionieren. Es gebe einen drastischen Anstieg derartiger PC-Attacken, erklärte der Bochumer Sicherheitsspezialist G Data. Beim Besuch einer unter der Kontrolle des Angreifers stehenden Website erhalte der Computernutzer die Meldung, dass sein System möglicherweise infiziert sei. Sogenannte «Rogue Antispyware» sorge dabei dafür, dass auf dem System tatsächlich zahlreiche Infektionen gefunden würden. Dabei gehe es aber nur darum, dem Nutzer Daten und Kreditkarteninformationen zu entlocken.
In den meisten Fällen werde gleich beim Besuch der Website eine gefälschte Abwehrsoftware auf dem Rechner installiert, erklärten G Data und die Sicherheitsfirma Webroot. Anschließend gebe die Software vor, einen Komplettscan des Systems durchzuführen. Dieser ende in aller Regel damit, dass «unzählige Infektionen» festgestellt würden. Dabei wurden die gemeldeten Dateien von dem Programm selbst angelegt.
Im nächsten Schritt werde der verunsicherte Anwender aufgefordert, eine Vollversion der Software zu erwerben oder die Software zu registrieren, da die aufgefundenen Infektionen angeblich erst dann überhaupt entfernt werden könnten. Dazu werde das Opfer auf eine Website gelockt, die den Anschein erwecken solle, dass es sich bei der angeblichen Sicherheitssoftware um ein seriöses Produkt handele. Wie Webroot berichtete, wurden falsche Virenschutzanwendung entdeckt, die sich einer starken optischen Ähnlichkeiten mit Symantecs Norton Antivirus bedienten. Webroot rät deshalb, nie ein Produkt in Reaktion auf eine unbekannte Warnmeldung und auf einer unbekannten Website zu kaufen.
hhtp://www.gdata.de/
http://www.webroot.de/
Quelle: AP/Yahoo
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