Verfasst von Klaus Alrutz am 8. September 2008
Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine hat Mitglieder der SPD aufgerufen, nach dem Rückzug ihres Vorsitzenden Kurt Beck zu seiner Partei zu wechseln. «Wenn Steinmeier und Müntefering beim Agenda-Kurs bleiben, kann ein wirklicher Linker nur noch zu uns kommen», sagte der einstige SPD-Chef der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstagausgabe). Zum Rücktritt Becks sagte er: «Ihm ist übel mitgespielt worden. Er sieht sich getäuscht und hat daraus die Konsequenzen gezogen.»
Die Parteirechte habe sich durchgesetzt, die Parteilinke in der SPD eine «erneute Niederlage» erlitten, sagte Lafontaine. «Leid tun mir die Hartz-IV-Empfänger, die Rentner und die Arbeitnehmer, denn die SPD ist nicht bereit, ihre Agenda-Politik zu ändern, die dazu geführt hat, dass 25 Prozent der Deutschen im Niedriglohnsektor arbeiten und eine Rentenerwartung von 400 Euro haben», sagte der Parteichef.
Linke-Fraktionschef Gregor Gysi sieht die SPD einbetoniert in der großen Koalition: «Müntefering und Steinmeier sind Anhänger der großen Koalition, der Agenda 2010, von Hartz IV und internationaler Bundeswehreinsätze», sagte er dem „Handelsblatt (Dienstagausgabe). «Mit ihnen gibt es keine neuen Ansätze, keine Veränderung der SPD.» Speziell der neue SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier «will offensichtlich auch nach der Wahl 2009 Vizekanzler in einer großen Koalition bleiben», sagte Gysi.
Quelle: ddp/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 8. September 2008
Nachdem die Deutsche Post doch nicht wie ursprünglich geplant die Dienstleistungen für ihre Rechenzentren an HP auslagert, streicht der deutsche Konzern nun jeden siebten Arbeitsplatz in der IT-Technik. Das berichtet Welt online. Noch beschäftigt der Konzern in Deutschland in dem Bereich 1100 Mitarbeiter. In einem ersten Schritt sollen hier demnach 150 Stellen wegfallen.
Neun der derzeit elf Standorte der firmeneigenen Datenverarbeitung sollen geschlossen werden. Davon betroffen sind laut dem Bericht die Niederlassungen in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Fulda, Hannover, München, Stralsund und Trier. Weitere 450 Beschäftigte müssen demnach den Arbeitsplatz wechseln und an die noch verbleibenden Standorte Bonn oder Darmstadt umziehen. Da diese Mitarbeiter zur Post-Tochtergesellschaft IT Services gehörten, seien hier Kündigungen möglich. Für den Post-Konzern gelte dagegen eine Beschäftigungsgarantie, die im Mai bis Ende Juni 2011 verlängert worden war.
Deutsche Post World Net (DPWN) und HP hatten im Januar eine Absichtserklärung für ein Outsourcing der Dienstleistungen für die Rechenzentren der Deutschen Post World Net unterzeichnet. Diese bezog sich auf das Informations- und Datenmanagement, das Infrastruktur- und Netzwerkmanagement sowie das Anwendungsmanagement. Davon wären alle 2500 Mitarbeiter der Post in der Datenverarbeitung betroffen gewesen. Im Juli wurde aber bekannt, dass das Geschäft nicht zustande kommt. DPWN wollte das Ziel, die Kosten um eine Milliarde Euro zu senken, aus eigener Kraft erreichen.
Quelle: heise.de/anw/c´t
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