Wegwerf-E-Mail-Adressen als Spamschutz
Verfasst von Klaus Alrutz am 4. September 2008
Eine gültige E-Mail-Adresse ist beim Einkaufen im Web häufig nötig. Aber auch wenn ein Benutzerprofil in einem Diskussionsforum oder einer Online-Community angelegt werden soll, wird eine solche Adresse gebraucht. Wer es mit dem Datenschutz genau nimmt und nicht seine gängige Adresse im Internet in Umlauf bringen möchte, setzt dabei auf eine sogenannte Wegwerf-Adresse.
Das bedeutet: Speziell für diesen einen Zweck wird eine nur für einen begrenzten Zeitraum gültige E-Mail-Adresse angelegt. Sie wird nach dem Ablauf der Frist gelöscht, weshalb über die Anschrift später garantiert keine unerwünschte Werbung an den Nutzer herangetragen wird. Der Gültigkeitszeitraum ist normalerweise lang genug bemessen, um im Internet einzukaufen oder ein Benutzerprofil anzulegen. Denn unmittelbar nach diesen Aktivitäten wird meist eine E-Mail an den Nutzer verschickt, die er durch einen Mausklick auf einen darin enthaltenen Link bestätigen muss. Danach ist die Adresse zwar im System der jeweiligen Anbieter gespeichert, wird aber häufig nicht mehr benötigt. Deshalb bietet es sich in vielen Fällen an, hierfür eine Wegwerf-Adresse zu verwenden.
Nur zehn Minuten “haltbar” sind die Adressen, die bei www.10minutemail.com eingerichtet werden können. Die Adresse wird durch einen Klick auf einen Link, der sich auf der Seite befindet, automatisch erzeugt. Braucht der Anwender die Adresse für mehr als zehn Minuten, kann die Gültigkeit ebenfalls per Mausklick um zehn Minuten verlängert werden. Außerdem wird auf der Seite angezeigt, ob Mitteilungen an die vorübergehend gültige Adresse geschickt worden sind. Um die Seite zu aktualisieren, damit die Nachrichten auch tatsächlich angezeigt werden, muss lediglich die Taste “F5″ gedrückt werden.
Weitere Anbieter, teils mit dauerhafter Speicherfunktion, sind etwa www.trash-mail.com, www.nervmich.net, www.spamgourmet.com oder www.sofort-mail.de. Auch über Suchmaschinen lassen sich mit dem Stichwort “Wegwerfadresse” weitere Anbieter finden.
Zu bedenken ist bei der Verwendung solcher Adressen, dass diese nicht in jedem Fall anerkannt werden. So sind beispielsweise manche Betreiber von Internet-Foren oder -Communities inzwischen dazu übergegangen, derlei Adressen zu sperren. Ihnen ist wichtig, dass die Nutzer zurückverfolgt werden können, weshalb eine “echte” E-Mail-Adresse für die Anmeldung und das Einrichten eines Benutzerprofils nötig ist.
Quelle: Global Press/Yahoo

















































