Weblog-Archiv für 3. September 2008
Verfasst von Klaus Alrutz am 3. September 2008
Nachdem der deutsche Computer- und Monitorhersteller Maxdata am 25. Juni 2008 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz beantragen musste, wurde das Verfahren beim zuständigen Amtsgericht in Essen am 1. September eröffnet. Neben den deutschen Landesgesellschaften Maxdata Computer GmbH, Manulogs Manufacturing and Logistic Serices GmbH und Maxdata AG sind auch die Maxdata International GmbH sowie die östereichische Maxdata Computer GmbH in das Insolvenzverfahren eingebunden. Zuvor hatten sich die letzten Hoffnungen auf eine Fortführung des Geschäftsbetriebs zerschlagen, da der potenzielle Investor Quanmax – eine Tochtergesellschaft des taiwanischen Notebookproduzenten Quanta, der auch für Maxdata tätig war – in der vergangenen Woche überraschend einen Rückzieher gemacht hat.
Die Verhandlungen mit Quanmax schürten Hoffnungen bei Maxdata, da sich der Konzern bereits nach der Lintec-Insolvenz beim österreichischen PC-Hersteller chiliGREEN engagiert hatte und zudem eine Mehrheitsbeteiligung am ebenfalls aus Österreich stammenden Anbieter Gericom erworben hat. Am 29. August gab Insolvenzverwalter Dr. Winfrid Andres auf einer Belegschaftsversammlung jedoch das Scheitern der Verhandlungen bekannt. Laut der Wochenzeitung Marl aktuell soll sich Quanmax zurückgezogen haben, weil sich das Unternehmen der „Größe der Aufgabe nicht gewachsen sehe“.
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Verfasst von Klaus Alrutz am 3. September 2008
Als einen „schlechten Running Gag in Wahlkampfzeiten“ hat der Deutsche Kulturrat das Beharren der bayerischen Landesregierung auf ein Verbot von „Killerspielen“ bezeichnet. Kulturrat-Geschäftsführer Olaf Zimmermann meint laut Mitteilung, eigentlich sei die Debatte um das Verbot von gewalthaltigen Computerspielen längst beendet. Doch nun habe der bayerische Innenminister Joachim Hermann die Forderungen wieder ins Gespräch gebracht.
Der Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat bereits im Februar 2007 eine sachliche Diskussion über Computerspiele gefordert und davor gewarnt, in der Diskussion über so genannte Killerspiele über das Ziel hinauszuschießen. Vor Kurzem trat der Verband der Spieleentwickler dem Kulturrat bei. Der bayerische Innenminister hatte diese Woche auf einer Tagung in Berlin „Killerspiele“ als „Machwerke von abstoßender Brutalität und Grausamkeit“ bezeichnet.
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Verfasst von Klaus Alrutz am 3. September 2008
Rund 600 Personen aus Deutschland droht ein Verfahren wegen des Verdachts auf Kinderpornografie und des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Ihre Spuren haben Ermittler der Schweizer Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK) in einem Forum gefunden, das von einem Provider in St. Gallen gehostet wurde. Bei diesem Forum handelte es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft St. Gallen um „eine Plattform, auf der pädophile Interessen diskutiert wurden“. Bisher seien dreizehn Hausdurchsuchungen durchgeführt und vier Personen verhaftet worden.
Die KOBIK sei bei Internetrecherchen auf das von Deutschen betriebene Forum aufmerksam geworden. Sie habe den unter Decknamen auftretenden Nutzern Gelegenheit geboten, sich näher kennenzulernen sowie Tipps und Erfahrungen für den Umgang mit kleinen Mädchen oder Anweisungen für erste Kontaktnahmen mit Kindern geben. Zudem seien dort kinderpornografische Dateien ausgetauscht worden.
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Verfasst von Klaus Alrutz am 3. September 2008
Ein sturzbetrunkener Busfahrer hat in Hannover mehrere Kinder von der Schule nach Hause gebracht. Der 43-Jährige habe laut Alkoholtest 3,52 Promille gehabt, teilte die Polizei mit. Die Mutter eines siebenjährigen Jungen hatte bemerkt, dass der Busfahrer stark betrunken war. Doch noch bevor sie ihn an der Weiterfahrt hindern konnte, fuhr er mit anderen Schulkindern in einem VW-Kleinbus davon. Der Angestellte eines hannoverschen Unternehmens zur Schülerbeförderung brachte die Schüler nach ersten Erkenntnissen unfallfrei nach Hause und fuhr danach selbst heim.
Nachdem zunächst erfolglos nach dem Busfahrer gefahndet worden war, trafen Polizeibeamte ihn schließlich zu Hause an. Die Beamten stellten den Führerschein des 43-Jährigen sicher und untersagten ihm bis auf Weiteres, Auto zu fahren. Gegen den Mann wird nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.
Quelle: AFP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 3. September 2008
Die Spitze der Bundesagentur für Arbeit hat die Hartz-IV-Empfänger gegen einen generellen Missbrauchsverdacht verteidigt. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt sagte der «Thüringer Allgemeinen» (Mittwochausgabe): «Die allermeisten Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, sind ehrlich und bekommen diese Leistung zu Recht.»
Natürlich gebe es auch unter den Arbeitslosengeld-II-Beziehern «solche mit krimineller Energie, die das Sozialsystem ausnutzen. Aber wir nutzen alle Möglichkeiten, dies zu verhindern», sagte der für die Grundsicherung verantwortliche BA-Vorstand. Im Jahr 2006 seien bundesweit 47.300 Missbrauchsfälle bei Hartz-IV-Beziehern aufgedeckt worden.
Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) forderte effizientere Kontrollen. «Wir brauchen keine pauschale Verschärfung der Kontrollen, sondern eine Erhöhung ihrer Effizienz», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (Mittwochausgabe). Beckstein kritisierte unverhältnismäßiges Vorgehen bei Verstößen: «Kontrollen müssen so gestaltet sein, dass man nicht jeder kleinsten Verfehlung eines Hilfeempfängers mit großem Aufwand nachstellt, der vielleicht mal aus Versehen etwas nicht zu 100 Prozent korrekt angegeben hat», sagte der Regierungschef. «Aber die echten harten, ganz offensichtlichen Missbrauchsfälle müssen wir deutlich besser in den Griff bekommen.»
Quelle: AP/Yahoo
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