Verfasst von Klaus Alrutz am 27. August 2008
Bei einem Anschlag in Afghanistan ist ein Bundeswehrsoldat ums Leben gekommen. Drei weitere Soldaten seien verletzt worden, sagte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU). Jung nannte den Angriff auf die Patrouille im Süden des Bundeswehrlagers in Kundus einen „feigen hinterhältigen Anschlag“. In Kabul bestätigte die NATO-Truppe ISAF den Vorfall, ohne die Nationalität der Soldaten zu nennen. Einen Tag nach seiner Entführung in Afghanistan wurde ein japanischer Mitarbeiter einer Hilfsorganisation tot aufgefunden. Angehörige der jüngst getöteten französischen Soldaten reisen im September nach Afghanistan.
Der Angriff dürfe Deutschland nicht von der Aufgabe abbringen, zur Stabilität Afghanistans beizutragen, sagte Jung. Das Land dürfe nicht wieder zum „Ausbildungscamp des Terrorismus“ werden. Die vier Soldaten gehörten demnach einem Fallschirmjägerbataillon aus Zweibrücken in Rheinland-Pfalz an. Das ISAF-Kommando in Kabul bestätigte den Vorfall, nannte jedoch wie üblich nicht die Nationalität der Soldaten. Demnach explodierte eine Sprengfalle neben der Patrouille.
Deutsche Sicherheitskräfte in Afghanistan sind immer wieder Zielscheibe von Gewalttaten. Zuletzt verletzte Anfang August ein Selbstmordattentäter rund 35 Kilometer südlich von Kundus drei Bundeswehrsoldaten. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Im März waren bei einem Attentat auf ein Wiederaufbauteam in der Nähe der Stadt Kundus zwei deutsche Soldaten schwer und ein weiterer leicht verletzt worden. Mit dem Tod des deutschen Soldaten stieg die Zahl der in diesem Jahr getöteten NATO-Soldaten laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf 187.
Anfang vergangener Woche waren zehn französische NATO-Soldaten getötet und 21 weitere verletzt worden, als ihr Konvoi östlich von Kabul angegriffen wurden. Die Familien der getöteten Franzosen fliegen im kommenden Monat nach Afghanistan. Mehrere Opferfamilien hatten darum gebeten, sich in Afghanistan vor Ort ein Bild von der Lage machen zu können.
Einen Tag nach seiner Entführung in Afghanistan wurde ein japanischer Mitarbeiter einer Hilfsorganisation tot aufgefunden. Die Leiche sei am Mittwoch entdeckt worden und weise mehrere Schusswunden auf, sagte der Gouverneur des östlichen Bezirks Kus Kunar, Malim Maschuk, der Nachrichtenagentur AFP. Trotz des Vorfalls werde Japan seine Unterstützung für Afghanistan im gleichen Maße aufrecht erhalten, sagte ein Regierungssprecher in Tokio.
Quelle: AFP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 27. August 2008
Filme von Hinrichtungen, frei zugängliche Pornos oder rechtsradikale Beiträge: Die zentrale Kontrollstelle für den Jugendschutz im Internet hat eindringlich einen besseren Schutz für Kinder und Jugendliche im weltweiten Netz angemahnt.
Im vergangenen Jahr habe die Kontrollstelle einen neuen Höchststand bei Verstößen gegen den Jugendschutz registriert, teilte jugendschutz.net am Mittwoch in Mainz bei der Vorstellung des Jahresberichts mit. Insgesamt seien 2883 Verstöße erfasst worden. Das entspreche einem Plus von zehn Prozent im Vergleich zu 2006. Dabei handelte es sich vor allem um pornografische Seiten und rechtsextreme Propaganda.
Doch nicht nur einschlägige Seiten gefährden aus Sicht der Experten Kinder und Jugendliche. Auch Online-Netzwerke wie etwa SchülerVZ, Facebook oder Youtube seien nicht ungefährlich. Kinder und Jugendliche seien von dieser Form des Mitmach-Internets fasziniert. Die Preisgabe eigener Daten berge Gefahren, vor allem seien die interaktiven Seiten eine Herausforderung für den Jugendschutz, da unzählige Teilnehmer eigene Inhalte auf diesen Seiten veröffentlichen könnten.
Die Kontrollstelle setze auf die Zusammenarbeit mit den Anbietern. So seien drei von vier Verstößen nach einem Hinweis beseitigt worden, ohne dass Aufsichtsbehörden eingreifen mussten. jugendschutz.net war 1997 von den Jugendministerien der Länder gegründet worden und ist an die Kommission für Jugendmedienschutz als Internetaufsicht angebunden. 2007 bearbeitete das Team 9200 Beschwerden und Anfragen (plus 22 Prozent) und überprüfte 7164 Websites (plus 32 Prozent). Regelmäßig werden die 65 wichtigsten Chats und Communities beobachtet.
www.jugendschutz.net
Quelle: DPA/Yahoo
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