Verfasst von Klaus Alrutz am 26. August 2008
Die Realeinkommen von Geringverdienern sind einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren um fast 14 Prozent gesunken. Betroffen sei ein Viertel der Arbeitnehmer, sagte der Soziologe Gerhard Bosch von der Universität Duisburg-Essen der «Frankfurter Rundschau» laut Vorabmeldung.
Dagegen habe das oberste Viertel der Beschäftigten zwischen 1995 und 2006 ein reales Lohnplus von 3,5 Prozent verbucht. Zu den Verlierern gehörten nicht nur Minijobber und Teilzeitkräfte, sondern auch Geringverdiener mit Vollzeitstelle.
Dagegen seien die Realeinkommen von Besserverdienenden, die eine volle Stelle haben, mit über zehn Prozent deutlich gestiegen, berichtete das Blatt unter Berufung auf die Wissenschaftler. Die Forscher gehen demnach davon aus, dass sich der Trend zu einer stärkeren Lohnspreizung seit 2006 nicht umgekehrt hat. Die Analyse des Institutes Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen wird laut «FR» am Mittwoch in den WSI-Mitteilungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht.
Quelle: AP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 26. August 2008
Die Lohnungleichheit in Deutschland hat einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Während die Gehälter von Geringverdienern seit 1995 um insgesamt 13,7 Prozent gesunken seien, hätten die Gehälter der Spitzenverdiener durchschnittlich um 4,8 Prozent zugelegt, teilte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf mit. Laut Statistischem Bundesamt verdienen Frauen zudem im Durchschnitt fast ein Viertel weniger als Männer.
Dem WSI zufolge nahm der Anteil der Geringverdiener an den Beschäftigten in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zu. Hätten 1995 noch rund 15 Prozent der Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor gearbeitet, seien es 2006 bereits 22 Prozent gewesen. Allerdings sei die Geringverdiener-Quote in Ostdeutschland nach wie vor deutlich höher als im Westen. Hätten 2006 rund 41 Prozent der Ostdeutschen zu den Niedriglöhnern gehört, hätten im Westen nur rund 19 Prozent der Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala gearbeitet, hieß es weiter in der Studie. Insgesamt seien die Löhne über alle Einkommensgruppen hinweg zwischen 1995 und 2006 durchschnittlich um nur 0,2 Prozent gestiegen.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, habe 2006 der Bruttostundenverdienst der Frauen im Durchschnitt bei 14,05 Euro gelegen und damit 24 Prozent unter dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern in Höhe von 18,38 Euro. Die größten Verdienstunterschiede zwischen den Geschlechtern stellten die Statistiker bei den unternehmensnahen Dienstleistungen fest, bei denen Männer brutto 30 Prozent mehr verdienten als ihre weiblichen Kollegen. Ebenfalls große Unterschiede gab es im Kredit- und Versicherungsgewerbe (29 Prozent) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (28 Prozent).
Weiterhin fiel auf, dass der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Westdeutschland mit 25 Prozent deutlich höher ist als in den neuen Ländern mit sechs Prozent. Eine Ursache waren deutlich höhere Verdienste der Männer im früheren Bundesgebiet im Vergleich zu den neuen Ländern. Der Bruttostundenverdienst von Männern in den alten Ländern lag 49 Prozent über dem der Männer in den neuen Bundesländern.
Quelle: AFP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 26. August 2008
Trübe Konjunkturaussichten und die Sorge vor steigenden Preisen haben die Stimmung der Verbraucher auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gedrückt. Die Bürger beurteilten die weitere Wirtschaftsentwicklung erneut erheblich skeptischer als im Vormonat, wie der Nürnberger Marktforscher GfK in seiner aktuellen Konsumklimastudie am Dienstag mitteilte. Auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen habe weiter nachgelassen. Nur bei ihrer persönlichen Einkommensentwicklung sähen die Menschen etwas positiver in die Zukunft.
Für September prognostizieren die GfK-Forscher einen weiteren Rückgang beim Konsumklimaindex auf 1,5 Punkte. Das wäre der schlechteste Wert seit Sommer 2003. Im August lag der Index bei revidiert 1,9 Punkten.
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Quelle: AP
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Verfasst von Klaus Alrutz am 26. August 2008
Persönliche Daten wie Anschrift und Telefonnummer nehmen viele Internet-Nutzer in ihre E-Mail-Signatur auf. Mit jeder Nachricht, die sie versenden, gelangen diese Daten an den jeweiligen Empfänger – und mitunter in die falschen Hände. Auch kann es geschehen, dass die Adressdaten im Internet veröffentlicht werden und so von Spammern oder Datendieben missbraucht werden können.
Besonders leicht gelangen die persönlichen Informationen aus Signaturen in Umlauf, wenn sich der Nutzer bei einer sogenannten Mailingliste anmeldet. Hierbei handelt es sich um eine geschlossene Gruppe von Internet-Nutzern, die per E-Mail bestimmte Themen diskutieren. Wer sich bei einer solchen Liste anmeldet, kann Nachrichten an alle Abonnenten verschicken, indem er eine spezielle Sammeladresse anschreibt, von der aus die E-Mails weiterverteilt werden. Oft sind solche Listen moderiert, das heißt, ein Mensch kontrolliert, wer sich anmeldet und schaltet neue Teilnehmer von Hand frei.
Aber es gibt auch unmoderierte Listen, bei denen niemand im Hintergrund darauf achtet, wer sich registriert und damit die E-Mails abonniert. Adress-Sammler und Spammer haben dann ein besonders leichtes Spiel. Einmal registriert, brauchen sie nur noch abzuwarten. Die aktiven Teilnehmer der Mailingliste spielen diesen Menschen dann ihre E-Mail-Adressen und mit den Signaturen oft noch weitere persönliche Daten geradewegs in die Hände.
Hinzu kommt, dass bei vielen Mailinglisten eine Archivierung der gesendeten Nachrichten stattfindet. Diese Zusammenfassungen werden im Internet veröffentlicht. Somit sind sämtliche E-Mails inklusive der jeweiligen Signaturen der Nutzer im Web nachzulesen. Nicht alle Mailinglisten-Zusammenfassungen sind passwortgeschützt, etliche sind öffentlich für jedermann einsehbar. Das heißt, Spammer und Datensammler müssen sich nicht einmal die Mühe machen, die Liste zu abonnieren. Sie können die Daten einfach von den entsprechenden Zusammenfassungs-Seiten im Internet abgreifen.
Um sich vor diesem möglichen Datenmissbrauch zu schützen, sollten Anwender beim Versand von Nachrichten an Mailinglisten daran denken, die E-Mail-Signatur zu deaktivieren, sofern diese persönliche Daten enthält. Dadurch lässt sich das Risiko mindern, dass diese privaten Informationen in die falschen Hände gelangen.
Quelle: Global Press/Yahoo
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