Computerhilfe u. Info Blog

Computerhilfe und Info Blog rund um die IT u. Internetsicherheit aus Hildesheim/Niedersachsen/DE.

Weblog-Archiv für 22. August 2008

Erfolgreiche Ermittlungen gegen Kinderporno-Konsumenten

Verfasst von Klaus Alrutz am 22. August 2008

Nach zweijährigen Ermittlungen haben deutsche Behörden zahlreiche Verfahren gegen Nutzer von Kinderpornografie eingeleitet. Allein in Deutschland werde gegen 987 Verdächtige ermittelt, teilte das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am heutigen Freitag in München mit. Bei Durchsuchungen seien mehr als 1800 Videos und fast 45.000 Datenträger sichergestellt worden. Weltweit seien Internetnutzer in 98 Ländern ins Visier der Fahnder geraten.

Die Verdächtigen sollen sich Videos mit Kinderpornografie von einem Internetanbieter aus dem Raum Konstanz heruntergeladen haben. Auf die Spur der Kinderporno-Konsumenten kamen die Fahnder des LKA im Sommer 2006 nach einem Hinweis italienischer Kinderschützer. Auf den Servern des Hosting-Anbieters seien zwei Videodateien festgestellt worden, die den massiven sexuellen Missbrauch eines Mädchens zeigten.

Diese Dateien konnten weltweit von jedem Nutzer abgerufen werden, der den entsprechenden Link kannte. Die Adressen der Dateien seien in einem einschlägigen Forum verbreitet worden, teilte das LKA mit. Die Dateien seien sofort entfernt worden. Die Sicherstellung der Protokolldateien des Anbieters habe mehr als 48.000 Zugriffe auf die Dateien innerhalb eines Monats ergeben.

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Quelle: heise.de

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Täter im Kundendatenskandal ermittelt

Verfasst von Klaus Alrutz am 22. August 2008

Die Staatsanwaltschaft Münster hat einen 22-Jährigen ausfindig gemacht, der einem im Auftrag von Verbraucherschützern tätigen Rechercheur rechtswidrig vier Millionen deutsche Kontendaten für 850 Euro verkauft haben soll. Bei einer Wohnungsdurchsuchung des Tatverdächtigen am Mittwoch seien ein Rechner und weitere Datenträger sichergestellt worden, teilte die Justizbehörde am heutigen Freitag in einer Erklärung (PDF-Datei) mit. Die jetzt aufgespürten CDs enthielten demnach personenbezogene Daten von etwa 5000 Bundesbürgern, zum Teil mit Angaben zu Bankkonten.

Der Beschuldigte hat der Staatsanwaltschaft zufolge angegeben, dass er in verschiedenen Call-Centern gearbeitet und dabei festgestellt habe, dass man mit dem Verkauf von personenbezogenen Daten Geld verdienen könne. Seine Datenhalden habe er aber nicht über die Telefonzentralen, sondern über Kontakte aus dem Internet im Wege des Tauschhandels aufgebaut. Dem Münsteraner drohen nach den Strafvorschriften im Bundesdatenschutzgesetz bis zu zwei Jahren Gefängnis oder eine Geldbuße.

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Quelle: heise.de

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Wie Internet-Suchmaschinen die Meinungsbildung beeinflussen

Verfasst von Klaus Alrutz am 22. August 2008

Internet-Suchmaschinen tragen zur Bildung und Verbreitung von Meinungen bei. Dies geschieht vor allem durch die Platzierung der einzelnen Suchergebnisse in der Trefferliste. Wie diese Auswahl getroffen wird, daran sind die Web-Nutzer in gewisser Weise selbst beteiligt.

Prinzipiell kann jeder im Internet seine persönlichen Ansichten veröffentlichen, sofern diese gegen keine Gesetze verstoßen. Dass diese Beiträge später von Suchmaschinen in Trefferlisten im Bereich der oberen Plätze aufgeführt werden, ist aber nicht garantiert. Ein Beispiel verdeutlicht, wie es zu einer Quasi-Filterung unter Mitwirkung von Internet-Nutzern kommen kann.

Schreibt beispielsweise ein Wissenschaftler eine Abhandlung über ein Thema, das von seinen Kollegen als unwichtig oder gar unglaubwürdig eingestuft wird, so wird auf die entsprechende Internet-Seite kaum oder gar nicht verwiesen. Aber die Veröffentlichung eines anderen Wissenschaftlers, der einen weiteren Aspekt des Themas beleuchtet und eine in der Forschergemeinde gängigere Sichtweise vertritt, erzielt eine größere Popularität. Seine Online-Ausführung wird daher häufiger verlinkt.

Suchmaschinen bewerten die Relevanz einer Internet-Seite und der darauf gegebenen Informationen nach verschiedenen Kriterien. Eines dieser Kriterien ist, wie viele andere Online-Präsenzen auf die entsprechende Seite verweisen. Hierbei gilt: Je mehr Links zu finden sind, desto größer ist die Relevanz. Sucht nun ein Anwender nach einem bestimmten Begriff, werden in der Trefferliste die Web-Adressen mit der höchsten Relevanz zuerst angezeigt. In dem Beispiel der wissenschaftlichen Veröffentlichungen wäre dies der unter den Kollegen anerkannte Ansatz. Die Darstellung der weniger akzeptierten Sichtweise des anderen Wissenschaftlers würde in der Trefferliste – wenn überhaupt – weit abgeschlagen auf einem der letzten Plätze angezeigt. Die meisten Suchenden klicken vor allem die ersten Einträge in einer Trefferliste an und lernen somit die ohnehin schon weit verbreitete Sichtweise kennen. Dadurch wird indirekt die in dem Exempel weiter unten in der Liste platzierte Darstellung kaum oder gar nicht wahrgenommen.

Für den Anwender bedeuten diese komplizierten Sachverhalte, dass er gut darin beraten ist, bei einer Web-Suche auch einmal einen Blick auf Ergebnisse der Suche zu werfen, die von Suchmaschinen als weniger relevant eingestuft worden sind.

Quelle: Global Press/Yahoo

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Bundeskriminalamt soll demnächst online durchsuchen dürfen

Verfasst von Klaus Alrutz am 22. August 2008

Das Bundeskriminalamt (BKA) soll in Zukunft das Recht zur Online-Durchsuchung der Computer verdächtigter Bürger erhalten. Dies soll zur Abwehr der Gefahren durch den internationalen Terrorismus dienen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die Bundesregierung jetzt vorgelegt. In dem Entwurf heißt es außerdem, dass das BKA auch die Möglichkeit erhält, die Aufgabe der Verhütung von bestimmten terroristischen Straftaten wahrzunehmen. Die Befugnisse würden sich weitgehend an den Befugnissen der Länderpolizeien im Bereich der Gefahrenabwehr orientieren. Dabei sei aber zu beachten, dass diese Rechte nicht allgemein zur Gefahrenabwehr, sondern nur zur Verhütung von terroristischen Straftaten genutzt werden dürften, teilt die Regierung in der Begründung mit.

Nach den Ausführungen der Regierung soll die bisher nicht in Polizeigesetzen der Länder geregelte Online-Durchsuchung nur dann erforderlich werden, wenn andere polizeiliche Maßnahmen gegen terroristische Zellen, die über modernste Kommunikationsmittel und das Internet miteinander vernetzt sind, nicht mehr greifen würden. Außerdem erhält das BKA Befugnisse zur Überwachung der Telekommunikation, zur Erhebung von Verkehrs- und Nutzungsdaten sowie zum Einsatz von technischen Mitteln zur Identifizierung und Lokalisation von Mobilfunkendgeräten. Der jetzt vorgelegte Entwurf berücksichtige sämtliche Vorgaben, die das Bundesverfassungsgericht in seiner Rechtsprechung entwickelt habe.

Quelle: Global Press/Yahoo

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