Verfasst von Klaus Alrutz am 17. August 2008
Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat für einen Kurzflug von Stuttgart nach Zürich eigens einen Hubschrauber der Bundeswehrflugbereitschaft aus Berlin angefordert. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, kostete der 146-Kilometer-Flug am 20. Mai die Staatskasse mindestens 26.500 Euro. Ein Sprecher Schavans begründete die teure Aktion laut „BamS“ mit Terminzwängen. Schavan habe von einer öffentlichen Podiumsdiskussion um 14.00 Uhr in Stuttgart schnell zu einem Redaktionsgespräch bei der „Neuen Zürcher Zeitung“ um 16.00 Uhr in Zürich gelangen müssen.
Laut „BamS“ hätte Schavan Zürich auch mit einem Swiss-Linienflug für 329 Euro mit Ankunft um 16.10 Uhr erreichen können, wenn sie eine geringfügige Verspätung bei ihrem Interview-Termin in Kauf genommen hätte. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Undine Kurth kritisierte, offenbar habe Schavan „eine falsche Einschätzung ihrer Wichtigkeit“, wenn sie der Ansicht sei, dass ein Interviewtermin bedeutend genug sei, um dafür einen Hubschrauber der Flugbereitschaft anzufordern.
Quelle: AFP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 17. August 2008
Künftig sollen mehrere tausend Langzeitarbeitslose Demenzkranke in Pflegeheimen betreuen. Sie sollen die geistig verwirrten Menschen füttern, ihnen vorlesen oder mit ihnen spazieren gehen, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Klaus Vater, am Samstag auf AP-Nachfrage sagte und damit einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» bestätigte. Insgesamt würden 10.000 Betreuer benötigt. Das mit der Bundesagentur für Arbeit verabredete und in der Gesundheitsreform festgelegte Programm solle am 1. September starten.
Auf diese Weise solle den Demenzkranken ein «humanerer Alltag» ermöglicht werden, sagte Vater. Der Bedarf sei da. Er betonte, die Langzeitarbeitslosen würden nicht zu Pflegeleistungen hinzugezogen, da dafür eine spezielle Ausbildung nötig sei, sondern ihnen würden nur Betreuungsaufgaben zugewiesen. Der Sprecher wies darauf hin, es gebe rund 15.000 arbeitslose Pfleger. Die Pflegekassen würden die Kosten tragen. Ihre Höhe konnte er nicht beziffern.
Laut «Süddeutscher Zeitung» dürfen nach dem neuen Pflegegesetz Heime für diese Bewohner zusätzliches Personal einstellen. Derzeit würden überall in Deutschland Bewerberpools gebildet, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit den Angaben zufolge. Teilnehmen könne jeder, der sich für die Arbeit in einem Heim interessiere und für eine Weiterbildung infrage komme.
Pflegevertreter kritisierten die Pläne der BA scharf. «Man kann nicht jeden in so einen Beruf schicken», sagte der Münchner Pflegeexperte Claus Fussek der «Süddeutschen Zeitung». Die pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Elisabeth Scharfenberg, sagte: «Man muss sich für diesen Beruf entscheiden, und kann nicht hinein-entschieden werden».
Die Arbeitslosen sollen offenbar nur eine Kurzausbildung bekommen, wie die Zeitung weiter berichtete. Ein Entwurf des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), der dem Blatt vorliegt, sieht 160 Stunden Unterricht und einige Praktika vor. Vergleichbare Lehrgänge in der Vergangenheit hätten 900 Stunden Schulung vorgesehen, kritisierte ein Sprecher der Deutschen Alzheimergesellschaft.
Unionsfraktionschef Volker Kauder begrüßte die umstrittenen Pläne dagegen. «Wenn die Menschen für diese Aufgabe qualifiziert sind, ist das in Ordnung», sagte Kauder der «Bild am Sonntag».
Quelle: AP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 17. August 2008
Etwa eine Million Arbeitslose tauchen derzeit nicht in der Statistik auf, weil sie in Qualfizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen stecken. Dies sagte Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post.» Die Behörde hatte zuletzt 3,21 Millionen Arbeitslose gemeldet, den leichten Anstieg um 50 000 mit saisonalen Effekten begründet.
Nach den Qualifizierungsmaßnahmen gehe jeder vierte Teilnehmer wieder in die Arbeitslosigkeit, sagte Becker der Zeitung weiter. Insgesamt rechnet die Behörde trotzdem weiter mit einem Rückgang der Zahlen. «Im Moment gehen wir noch davon aus, dass das Jahr 2009 etwas besser wird als 2008», so Becker über die abflauende Konjunktur. Übermäßigen Spielraum für eine Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung sieht er dagegen nicht. «Schon 150 000 Arbeitslose kosten pro Jahr 2,4 Milliarden Euro und damit genauso so viel, wie wir durch eine Beitragssatzsenkung um 0,3 Prozent weniger einnehmen würden.»
Quelle: ddp/mar/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 17. August 2008
Die Telekom plant angeblich, in Deutschland nahezu jedes zweite Call-Center zu schließen. Der Bonner Konzern werde am Donnerstag sein Konzept zur „Zusammenfassung von Standorten“ bekannt geben, berichtet der „Focus“. Telekom-Chef René Obermann habe bereits die Bürgermeister in den betroffenen Städten informieren lassen, in denen hunderte Arbeitsplätze wegfielen. Dem Bericht zufolge werden in Nordrhein-Westfalen von neun Call-Centern nur noch fünf übrig bleiben und die Standorte Köln und Mönchengladbach geschlossen.
Nach Berechnungen des Bonner Telefon-Riesen ließen sich nur noch Call-Center mit 400 bis 900 Mitarbeitern wirtschaftlich betreiben. Die Telekom hatte 2005 angekündigt, innerhalb von drei Jahren insgesamt 32.000 Stellen streichen zu wollen. Zudem beschloss der ehemalige Staatskonzern 2007 die Auslagerung von insgesamt 50.000 Service-Mitarbeitern.
Quelle: AFP/Yahoo
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