Verfasst von Klaus Alrutz am 14. August 2008
Die Bundesagentur für Arbeit bietet in ihrer Online-Jobbörse laut einem Bericht Jobs für illegale Tätigkeiten bei Lotto-Call-Centern an. Auf der Plattform fänden sich rund 50 solcher Inserate, berichtete die «Tageszeitung» (Freitagausgabe). Eine Sprecherin der Behörde erklärte auf Anfrage, illegale Jobs dürften in der Jobbörse nicht angeboten werden. «Wir können das nie gänzlich verhindern», räumte sie jedoch ein.
Arbeitgeber könnten auf der Plattform selbst Stellenangebote aufgeben, ein Qualitätsteam der Bundesagentur prüfe diese täglich mit automatischer und manueller Suche. Rechtswidrige Angebote würden bei ihrer Entdeckung sofort entfernt. Da aber jeden Tag über 16.000 neue Inserate aufgegeben würden, sei eine vollständige sofortige Prüfung nicht möglich, erklärte die Sprecherin. Hier setze die Bundesagentur auch auf Hinweise von Kunden. Ein zunehmender Missbrauch der Jobbörse sei aber nicht zu beobachten.
Seit Jahresbeginn ist Werbung für Glücksspiele jeglicher Art über Telefon, Internet und Fernsehen gesetzlich verboten. Laut Verbraucherschützern suchen Firmen aber Wege, um das Verbot zu umgehen.
Quelle: AP/Yahoo
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Verfasst von Klaus Alrutz am 14. August 2008
Im Skandal um die unerlaubte Weitergabe von Kontodaten tausender Verbraucher haben Ermittler auch in Lübeck die Räume einer Callcenter-Firma durchsucht. Bei der Razzia seien mehrere Computer und Laptops sowie Daten-CDs sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Lübecker Staatsanwaltschaft. Diese müssten nun analysiert werden. Es bestehe der Verdacht, dass das Callcenter in der Hansestadt sich zu kommerziellen Zwecken unbefugt Daten beschafft habe – und zwar von einer Firma in Viersen, deren Räume von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ebenfalls durchsucht worden waren.
Erhärte sich der Verdacht, drohten den Verantwortlichen bis zu zwei Jahre Haft. Die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte eine CD mit persönlichen Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von rund 17.000 Bundesbürgern, die der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein nach deren Angaben am Montag zugespielt worden war. Die CD steht demnach im Zusammenhang mit Werbeanrufen eines Glücksspielanbieters und illegalen Kontoabbuchungen bei Verbrauchern in den vergangenen Wochen. Entsprechende Beschwerden hätten sich zuletzt bei Verbraucherzentralen im gesamten Bundesgebiet gehäuft.
Quelle: AFP/Yahoo
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