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Neuer Trend: Lästige Werbeanrufe über das Internet

Verfasst von Klaus Alrutz am 1. Juli 2008

Als wenn Spam-E-Mails noch nicht lästig genug wären: In Zukunft werden Nutzer der Internet-Telefonie per Voice over IP (VoIP) sich auf eine massive Belästigung durch unerwünschte automatische Werbeanrufe einstellen müssen. Auch Hackerangriffe auf diese Nutzer sind zu befürchten. Zu diesem Ergebnis ist das Beratungsunternehmen Steria Mummert Consulting in seiner Untersuchung “Zukunftsfaktoren 2020″ gekommen.

Der neue Trend hat in Fachkreisen auch schon einen Namen: Spit. Diese Abkürzung steht für “Spam over Internet Telephony”, was salopp übersetzt etwa “Werbemüll über Internet-Telefonie” bedeutet. Weil sich Prozesse im Internet automatisieren lassen, können Absender von Spit zu geringen Preisen mehrere Millionen VoIP-Nutzer mit Anrufen behelligen. Die Experten des Beratungsunternehmens gehen davon aus, dass das Spit-Aufkommen in nicht allzu ferner Zukunft zu dem der Spam-E-Mails aufschließen wird. Derzeit machen unerwünschte elektronische Werbenachrichten rund 80 Prozent der weltweit versandten E-Mails aus.

Parallel zu den heute gebräuchlichen Anti-Spam-Filtern wird die Telekommunikations- und Internet-Branche an der Entwicklung von Anti-Spit-Filtern arbeiten müssen. Auf die deutsche und europäische Gesetzgebung können sich die Nutzer wohl kaum verlassen. Zwar sehen die Gesetze in Deutschland einen Schutz der Verbraucher vor. Da die Mehrheit der Spit-Attacken ihren Ursprung aber höchstwahrscheinlich im Ausland haben wird, kann sich der Nutzer von der gesetzlichen Seite her kaum Schutz erhoffen. Es dürfte zukünftig überwiegend in den Händen der Betreiber von VoIP-Angeboten liegen, ihre Kunden vor Werbeanrufen zu schützen.

Quelle: Global Press

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