Computerhilfe u. Info Blog

Computerhilfe und Info Blog rund um die IT u. Internetsicherheit aus Hildesheim/Niedersachsen/DE.

Weblog-Archiv für 15. Juni 2008

Erpresser-Trojaner verschlüsselt Daten

Verfasst von Klaus Alrutz am 15. Juni 2008

Entschlüsselung nur gegen „Lösegeld“
von Alfred Krüger

Sicherheitsexperten schlagen Alarm. Ein neues Schadprogramm verschlüsselt Dateien in infizierten Rechnern. Das Entschlüsselungsprogramm gibt es von cyberkriminellen Erpressern gegen Bares – ein kriminelles Geschäftsmodell mit Zukunft, sagen Experten.

Keine Entwarnung an der Wurm- und Virenfront: Die Zahl der Schadprogramme werde sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr verzehnfachen, befürchten Experten der russischen Antivirenfirma Kaspersky. 20 Millionen neue Schadprogramme sagen die russischen Experten insgesamt voraus. Andere Sicherheitsunternehmen warten mit ähnlichen Prognosen auf.

„Ihre Dateien wurden verschlüsselt“

„Nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität von Schadprogrammen steigt“, hat Kaspersky beobachtet. „Sie verfügen bereits heute über ein breites Spektrum gefährlicher Funktionen und Verbreitungswege.“ Jüngstes Beispiel ist ein Trojaner namens „Gpcode.ak“. Er infiziert Rechner und durchstöbert die Festplatten systematisch nach Textdokumenten mit den Dateiendungen doc, txt und pdf sowie nach Bildern in den Formaten jpg und png. Auch Excel-Dokumente und eine lange Liste weiterer Dateien findet das Programm.

Hat der professionell programmierte Schädling eine solche Datei entdeckt, wird sie automatisch verschlüsselt. Der Nutzer kann sie nicht mehr öffnen. Der von den Cyberkriminellen verwendete Schlüssel ist so sicher, dass er selbst von versierten Profis nur mit unrealistisch hohem Aufwand zu knacken ist. Experten haben berechnet, dass rund 15 Millionen leistungsfähige PCs ein Jahr lang ununterbrochen rechnen müssten, um den passenden Schlüssel zu finden und die Dateien wieder zu entschlüsseln.

Die cyberkriminellen Schadprogrammverbreiter versprechen Hilfe. „Ihre Dateien wurden mit dem RSA-1024-Algorithmus verschlüsselt“, meldet der Schädling nach getaner Arbeit. „Zum Entschlüsseln müssen Sie unser Entschlüsselungsprogramm kaufen.“ Zu erreichen sind die Verbreiter des gefährlichen Trojaners unter einer Adresse beim E-Maildienst Yahoo.

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Ver.di fordert Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes auf 420 Euro

Verfasst von Klaus Alrutz am 15. Juni 2008

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat erneut eine Erhöhung des Regelsatzes für Hartz-IV-Empfänger verlangt. Der Regelsatz beim Arbeitslosengeld II müsse auf mindestens 420 Euro angehoben werden, erklärte Gewerkschaftschef Frank Bsirske in Berlin. Derzeit liegt er bei 347 Euro. Zugleich müsse der Steuerfreibetrag für das Existenzminimum auf mindestens 670 Euro steigen. Morgen befasst sich der Arbeits- und Sozialausschuss des Bundestags in einer Anhörung mit dem Thema Grundsicherung.

Quelle: DPA

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Geheime Akten in Zug nach London gefunden

Verfasst von Klaus Alrutz am 15. Juni 2008

In Großbritannien sind nach einem Bericht der Zeitung Independent on Sunday zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Geheimpapiere in einem Zug vergessen worden. Die Dokumente seien von der Zeitung dem Finanzministerium wieder zurückgegeben geworden. Die Akten enthielten laut dem Zeitungsbericht der Zeitung brisante Informationen über die britische Politik zur Bekämpfung der weltweiten Terrorfinanzierung sowie über Drogenhandel und Geldwäsche. Die Geheimpapiere seien am Mittwoch in einem Zug gefunden worden, der zum Londoner Waterloo-Bahnhof unterwegs war, und der Zeitung weitergegeben worden.

In den Akten sollen Details zu Manipulationsmöglichkeiten des Handels und von Banksystemen zur illegalen Finanzierung von Massenvernichtungswaffen im Iran stehen. Ebenso würden Methoden zur Finanzierung von Terroristen und zum betrügerischen Missbrauch des internationalen Zahlungssystem im Internet offengelegt. Einzelheiten wollte das Blatt aus Sicherheitserwägungen nicht veröffentlichen. Das Finanzministerium bedauerte den Zwischenfall und kündigte Schritte an, damit sich solche Indiskretionen nicht wiederholten.

Erst vor wenigen Tagen war ein britischer Regierungsbeamter nach der Panne mit brisanten Geheimdokumenten unter anderem über das Terrornetz El Kaida vom Dienst suspendiert worden. Die als geheim gekennzeichneten Papiere hatte ein Fahrgast in einem Zug in London gefunden und sie anschließend der BBC zukommen lassen. Die britische Regierung war in den vergangenen Monaten mehrfach wegen Pannen mit brisanten Daten in die Schlagzeilen geraten. (dpa)/

Quelle: heise-online

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