Verfasst von Klaus Alrutz am 22. Mai 2008
UseNext.de handelt sich einstweilige Verfügung ein
Der Videothekenverband IVD (Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland) hat gegen die Firma Aviteo eine einstweilige Verfügung erwirkt. Der Newsgroup-Provider darf deshalb sein Angebot usenext.de nicht mehr außerhalb geschlossener Internet-Benutzergruppen mit pornographischen Bildern oder auch dem Argument zu bewerben, dass dort indizierte, beschlagnahmte oder pornographische Filme herunter geladen werden können.
Das Münchner Landgericht hatte Mitte Mai 2008 der einstweilige Verfügung stattgegeben. Antragsteller war der IVD, dem die Werbung ein Dorn im Auge war. Die umstrittenen Inhalte sind, einmal vom Usenet-Zugang für Binary-Newsgroups abgesehen, gratis und gefährden nicht nur die Jugend sondern die Geschäftserfolge der Videobranche.
Nach Meinung des IVD ist das Werbeverbot vor allem deshalb interessant, weil sich Usenet-Anbieter bislang auf den Standpunkt zurück gezogen hatten, dass die user-generierten Daten nicht kontrollierbar seien. Doch darum ging es in diesem Fall auch nicht: Die Werbung, dass es im Usenet solche Inhalte gibt und man sie über den Provider auch erreichen kann, wurde verboten.
Jörg Weinrich, Geschäftsführender Vorstand des IVD, ist jedoch der Meinung, dass die Zugangsanbieter in Sachen Jugendschutz künftig stärker in Verantwortung gezogen werden könnten. (ck)
Quelle: Golem.de
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Verfasst von Klaus Alrutz am 22. Mai 2008
Die Bundesnetzagentur verbietet drei österreichischen Firmen unerwünschte Werbeanrufe unter der Marke „Friedrich Müller“. Ihre Praktiken seien zu einem „bundesweiten Ärgernis für tausende Verbraucher“ geworden, teilen die Regulierer mit. 14 Rufnummern wurden abgeschaltet. Dazu hat die Bundesnetzagentur ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot für alle Telefonverbindungen ab dem ersten Beschwerdezeitpunkt verfügt. Sollten die Firmen zuwiderhandeln, drohen ihnen Zwangsgelder.
Bei den Angerufenen wurde beispielsweise durch den Telefonspam der Eindruck erweckt, sie hätten einen wertvollen Gewinn erzielt oder stünden kurz davor. Allerdings sollten die Opfer lediglich dazu gebracht werden, unter einer Nummer anzurufen, die 2,99 Euro pro Minute kostete und ihre Daten zu hinterlassen, damit sie später per Post behellig werden konnten, wie die Verbraucherzentrale Saarland mitteilte. „Die wertvollen Preise, Auto, Heimkino und Kücheneinrichtung, werden nur einmalig verlost. Nur die Italien-Rundreise gibt es mehrmalig. Dafür darf der Gewinner dann auch 60 Euro pro Person für Buchungs-, Maut- und Straßengebühren zahlen. Bei Buchung einer Halbpension gibt es einen weiteren Zuschlag von 75 Euro pro Person“, beschreibt die Verbraucherzentrale Berlin die Masche.
Gegen die Belästigung auf postalischem Weg kann die Bundesnetzagentur nicht einschreiten, denn diese geschehe nicht über Telekommunikationsmittel. Die 14 Rufnummern wurden am 19. Mai abgeschaltet und können auf der Bundesnetzagentur-Website eingesehen werden. (anw/c’t)
Quelle: heise-online
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Verfasst von Klaus Alrutz am 22. Mai 2008
Kriminelle versuchen derzeit wieder mit gefälschten Benachrichtigungen über Sicherheits-Updates ihre Trojaner unter die Leute zu bringen. Die Mails weisen auf ein Critical Security Update für Microsoft Windows (KB946026) hin; ein Link verweist auf einen vorgeblichen Patch. Dabei kommt die Mail dem üblichen Microsoft-Stil zur Beschreibung von Downloads mit Angaben über Größe und Download-Dauer recht nahe. Allerdings wird man bereits beim Lesen der Absenderadresse stutzig: Micrisoft Cooperation.
Der verlinkte Patch stopft erwartungsgemäßg keine Lücke, sondern installiert den IRC-Bot Virut.AI im System. Glücklicherweise erkannten in einem Test alle gängigen Virenscanner, mit Ausnahme von eTrust, den Schädling. Weitere Hinweise zum sicheren Umgang etwa mit E-Mails liefern die Anti-Virus-Seiten von heise Security.
Quelle: heise-online (dab/c’t)
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