Weblog-Archiv für 19. Mai 2008
Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Angesichts massiver öffentlicher Kritik wird der Widerspruch gegen die geplante Diätenerhöhung auch in der Union lauter. Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann kündigte im Berliner «Tagesspiegel» (Dienstagausgabe) an, gegen den Plan zu stimmen. «Diese Erhöhung ist den Menschen überhaupt nicht zu vermitteln», sagte er. Die Koalition mute vielen gesellschaftlichen Gruppen eine Menge zu. «Da passt die Diätenerhöhung einfach nicht ins Bild», sagte Wellmann. «Man kann nicht gegen eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung so etwas durchsetzen.»
Nach dem Willen der Koalition soll der Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes auf die Bezüge der Parlamentarier übertragen werden, allerdings zeitversetzt um ein Jahr. Dies bringt den Abgeordneten eine außerplanmäßige Erhöhung von zusätzlich 278 Euro 2009 und von 213 Euro im Jahr 2010. Im vergangenen November hatte der Bundestag bereits eine Anhebung um rund neun Prozent beschlossen. Mit der zusätzlichen Erhöhung lägen die Diäten nun 2009 bei 7946 Euro und 2010 bei 8159 Euro. Auch eine Reihe von SPD-Abgeordneten lehnt die geplante Erhöhung ab.
Quelle: ddp
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Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Virtualisierung, Multicore-Prozessoren und Cloud Computing ändern das Weltbild
Der weltweite Umsatz mit Betriebssystem-Software soll im Jahr 2008 bei 28,9 Milliarden US-Dollar liegen. Das entspricht einer Steigerung von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner in einer aktuellen Studie. Bis zum Jahr 2012 wird der weltweite Umsatz mit Operating Systems (OS) 37,5 Milliarden US-Dollar übersteigen. Trotz positiver Prognosen stehen der Branche aber Erschütterungen bevor.
„Die Verdrängung von Unix durch Linux, das Nutzerverhalten, technologische Umwälzungen sowie Maßnahmen gegen Produktpiraterie werden weiterhin den Markt bestimmen und seine Dynamik verändern“, sagt Matthew Cheung, Senior Research Analyst bei Gartner. Laut Cheung ist das Linux-Segment der am stärksten wachsende Server-Betriebssystembereich. Linux wird Unix dort weiter verdrängen, vor allem aufgrund seines guten Preis-Leistungsverhältnisses, der hohen Verfügbarkeit von Support-Angeboten sowie der konsequent niedrigen Betriebskosten.
Mittel- bis langfristige Umbrüche in der OS-Welt würden durch Technologien wie Virtualisierung und Multicore-Prozessoren bewirkt. Embedding Applications und Betriebssysteme in virtuelle Maschinen könnten das Betriebssystem von seinem angestammten Platz als Infrastruktur-Schicht verdrängen, während Mehrkernprozessoren zu Umwälzungen des gegenwärtigen Lizenz-Vertriebsmodells führen. Die Welt der „eigenen, im Unternehmen installierten Software“ wird zudem durch Utility- oder Cloud-Computing in Frage gestellt.
Ein Ende der Lebensspanne für Windows XP und die Herausgabe des ersten Windows Vista Service Packs könnten den Umsatz für Microsofts neues Betriebssystem steigern, so der Gartner-Vordenker weiter. Dazu wirkten sich Erfolge im Kampf gegen Produktpiraterie des Weltmarktführers positiv aus. In den Schwellenländern setzen immer mehr Regierungen auf Open Source, was dort langfristig das Pendel für Linux ausschlagen lässt.
Bei fallenden Hardware-Preisen steigt der Trend zu Angeboten mit vorinstallieren OEM-Betriebssystemen. Kurzfristigen Einfluss auf den OS-Markt nimmt die wirtschaftliche Rezession in den USA.
Auf lange Sicht bewirkt die Virtualisierung, dass die Unternehmen ihre Ressourcen besser verwalten können, was die Nachfrage für Betriebssysteme schwächen könnte. Software-Hersteller täten gut daran, ihre Produkte kompatibel für virtualisierte Umgebungen zu gestalten. Zudem müssen sie sich auf die Änderungen durch Software as a Service (SaaS) einstellen, Strategien für Open-Source und Cloud Computing entwerfen, und neue Preismodelle für Multicore-Rcehner aufstellen, rät der Analyst. (asa)
Quelle: Golem.de
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Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Der Mobilfunkkonzern Vodafone hat das noch ausstehende gute Viertel der Anteile des Festnetzanbieters Arcor übernommen und ist nun alleiniger Besitzer. Wie Vodafone am Montag in Düsseldorf mitteilte, zahlt das Unternehmen an Deutsche Bahn und Deutsche Bank insgesamt 474 Millionen Euro in bar für die von ihnen noch gehaltenen Anteile von 26,4 Prozent.
Vodafone und Arcor hatten schon vor der vollständigen Übernahme ihre Kernnetze zusammengelegt. Vodafone hatte Teile der Kundenbetreuung für Arcor übernommen.
Für Vodafone bedeutet die Eingliederung des Festnetzanbieters den Wandel vom Mobilfunkkonzern zum integrierten Kommunikationskonzern. Der Chef von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, sagte, es entstehe «ein neuer wirtschaftlich starker Kommunikationskonzern mit Mobilfunk, Festnetz, Datendiensten und Breitband-Internet».
Quelle: AP
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Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Der Virenstopper „Microsoft Malware Protection Engine“ soll selbst fehlerhaft sein und Computer-Schädlingen als Hintertür dienen können. Darauf hat jetzt das Deutsche Sicherheitsnetz aufmerksam gemacht. Laut der Experten sind bereits jetzt Internet-Schädlinge bekannt, die die Lücke in dem Virenstopper ausnutzen und ihn ausschalten. Somit ebnen sie den Weg für weitere Angriffe in der Zukunft, durch die den betroffenen Computern ungehindert Schaden zugefügt werden kann. Der US-amerikanische Software-Gigant hat bereits auf die Bedrohung reagiert und ein kostenloses Reparaturpaket zur Verfügung gestellt. Eine Anleitung zur Behebung des Sicherheitsproblems findet sich unter www.deutsches-sicherheitsnetz.de
Quelle: Global Press
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Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Erstmals mehr als 10 Millionen UMTS-Anschlüsse
In Deutschland verfügt jeder zweite Haushalt über einen schnellen Internetzugang. Damit hat sich die Zahl der Breitbandanschlüsse seit 2003 vervierfacht. Das Land liegt im europäischen Vergleich auf Rang 8. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) bekannt. Basis sind neue Zahlen von Eurostat. Die Zahl der UMTS-Anschlüsse steigt zudem erstmals auf über 10 Millionen.
Nach BITKOM-Berechnungen werden Ende 2008 rund 23 Millionen Haushalte (58 Prozent) über einen Breitbandanschluss verfügen. „Für Zuwachs sorgen außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten“, sagt BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer.
Rund 96 Prozent aller Breitbandzugänge basierten Ende 2007 auf DSL. Aber auch die Kabelnetzbetreiber hätten ihre Netze in vielen Regionen aufgerüstet. Zum Jahreswechsel gab es nach BITKOM-Schätzungen erstmals mehr als 10 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland. In diesem Jahr soll die Zahl um 60 Prozent auf fast 16 Millionen steigen.
BITKOM-Sprecher Marc Thylmann erklärte auf Nachfrage gegenüber Golem.de, was mit „UMTS-Anschlüssen“ gemeint ist. „Das sind Mobilfunknutzer, die ein UMTS-fähiges Handy besitzen, und deren Vertrag die 3G-Nutzung zulässt.“ Ob die Datendienste dann tatsächlich auch genutzt werden, ist allerdings nicht erfasst, so Thylmann. Die zunehmende Datennutzung per Mobilfunk spreche hier aber eine deutliche Sprache.
In Deutschland gibt es rund 800 Kommunen, in denen Breitband nur über Satellit verfügbar ist. „Wenn wir eine generelle Lösung wollen, mit der ein Großteil der ländlichen Regionen preiswert mit schnellen Internetzugängen versorgt werden kann, brauchen wir zusätzliche Frequenzen“, forderte Scheer erneut. Nach seinen Angaben würden dafür Frequenzen unterhalb von 1 GHz benötigt. Nur dieser Bereich ermögliche „eine kostengünstige Versorgung großer ländlicher Gebiete“. Entsprechende Frequenzen würden aber von den Rundfunksendern beansprucht. (asa)
Quelle: Golem.de
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Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Die Zahlen sind drastisch: Dem neuen Armutsbericht der Bundesregierung zufolge ist jeder vierte Deutsche arm – oder wird nur durch staatliche Leistungen davor bewahrt. In der SPD fordern jetzt die ersten Politiker höhere Steuern für Vermögende und Erben.
Hannover – Als arm gilt in Deutschland, wer weniger als 781 Euro netto verdient – und dies trifft dem neuen Armutsbericht zufolge inzwischen auf jeden achten Bundesbürger zu. Die Lücke zwischen Arm und Reich in Deutschland wird größer, zeigt der Bericht ganz deutlich. In der SPD werden jetzt als erste Reaktion Forderungen nach einer stärkeren Besteuerung der Vermögenden laut.
„Wir brauchen eine neue Solidarität. Ohne die Hilfe derjenigen mit den hohen Einkommen und Vermögen wird es nicht gehen“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach der „Neuen Presse“ aus Hannover. Im Steuerrecht müsse nachjustiert werden. Die geringen Einkommen müssten bei der Einkommensteuer entlastet werden. Bei Erbschaften und Vermögen müsse dagegen eine höhere Belastung anvisiert werden: „Wir müssen über eine stärkere Belastung dieser Einkommen nachdenken, die am schnellsten wachsen, oft ohne dass dafür viel geleistet worden wäre.“
Auch Ernst Dieter Rossmann, Vorsitzender der Parlamentarischen Linken, plädierte für eine stärkere Belastung hoher Einkommen: „Wir haben ein Armuts- und ein Reichtumsproblem. Die einen haben zu wenig, die anderen zu viel“, sagte der Sozialdemokrat. Denkbar seien Anpassungen bei der Reichen-, Erbschafts- und der seit 1997 nicht mehr erhobenen Vermögenssteuer. Darüber hinaus gehe es um Mindestlöhne und Entlastung bei Sozialabgaben, sagte Rossmann.
DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte, die Zunahme der Armut in einem reichen Land wie Deutschland sei „erschütternd“. Der Gewerkschaftsbund erwarte nun praktische Konsequenzen. „Es darf nicht passieren, dass man diese bitteren Fakten einfach nur zur Kenntnis nimmt und dann wieder zur Tagesordnung übergeht.“ Die Ursachen für die traurige Entwicklung sieht Buntenbach vor allem in der Hartz-IV-Reform sowie in der unzureichenden Entwicklung der Löhne.
CDU fordert „bessere Bildung und Ausbildung“
Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) fordert eine breite Debatte über den Armutsbericht der Bundesregierung. „Das wichtigste, um Armut zu bekämpfen, ist, für bessere Bildung und Ausbildung zu sorgen“, sagte er der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Kein Kind dürfe die Schule ohne Abschluss verlassen. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung sei wichtig, um Alleinerziehenden das Arbeiten erst zu ermöglichen.
Markus Kurth, Sozialexperte der Grünen im Bundestag, kritisierte in der „Frankfurter Rundschau“ die „massive Erosion der mittleren und unteren Einkommen“. Das seien „die Früchte von Hartz IV“. „Wenn man die alten Richtwerte zugrundelegen würde, läge die Armutsquote noch deutlich über 13 Prozent“, die der Armutsbericht nennt, sagte Kurth.
Der stellvertretende Linksparteichef Klaus Ernst wertete den Armutsbericht als Dokument des Scheiterns der SPD. „In ihrer Regierungszeit hat sich die Zahl der Vermögensmillionäre verdoppelt und zugleich die Armut deutlich zugenommen“, sagte er der „Berliner Zeitung“ .
Auch Minister Scholz findet die Zahlen „bedrückend“
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz will den Bericht im Lauf des Tages in Berlin offiziell vorlegen, hat die Eckdaten aber schon am Wochenende bekanntgegeben. Demnach gelten 13 Prozent der Bundesbürger als arm, weitere 13 Prozent werden nur durch Sozialtransfers wie Kindergeld oder Arbeitslosengeld II vor dem Abrutschen in die Armut bewahrt. Insgesamt habe sich die soziale Kluft in Deutschland vertieft. „Besonders bedrückend“ nannte Scholz, dass die Zahl derjenigen gewachsen sei, die arbeiten und sich trotzdem im Armutsrisikobereich befinden. „Das zeigt: Wir haben zu niedrige Löhne in Deutschland und wir brauchen Mindestlöhne.“
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel warf Scholz vor, er beklage die Auswirkungen einer Politik, „die er und seine SPD zu verantworten haben“. Seit Regierungsantritt der SPD 1998 sei die Mittelschicht um über fünf Millionen Menschen geschrumpft. „Seriöse Armutsbekämpfung beginnt mit einer deutlichen Entlastung der kleineren und mittleren Einkommen in Deutschland.“
Quelle: spiegel-online
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Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Die Schnelligkeit und Materialfülle der Google-Suche haben Search-Pionier Yahoo in Bedrängnis gebracht. Nun will das Unternehmen mit der Qualität seiner Suchergebnisse überzeugen – und setzt dabei auf die Hilfe von Entwicklern und Webseiten-Betreibern.
Während es seit längerem so schien, als habe Search-Pionier Yahoo den Kampf gegen Such-Primus Google bereits aufgegeben, machte das Unternehmen in den vergangenen Wochen mit einer Reihe neuer Initiativen auf sich aufmerksam. Ob es die versuchte Microsoft-Übernahme war, die Yahoo wach gerüttelt hat?
Mit SearchMonkey präsentiert Yahoo jetzt ein neues Entwickler-Tool, das zu einer Verbesserung der Suchmaschine beitragen soll. Der kostenlose, Open Source-basierte Service wendet sich gleichermaßen an Webseitenbetreiber wie auch an Entwickler. Ziel ist es, durch zusätzliche Informationen und neue Technologien die Qualität der Suchergebnisse zu erhöhen. So können Seitenbetreiber ihren Daten-Feed per SearchMonkey an Yahoo weiterleiten, um so detaillierte und für die Kunden interessantere Suchtreffer zu generieren. Entwickler werden dazu aufgerufen, zusätzliche Ideen für die qualitative Aufwertung der Suchtreffer zu entwickeln.
»Die Zeit der klassischen langen Linklisten mit Suchtreffern neigt sich dem Ende zu«, gibt sich Andreas Krawczyk, Head of Programming bei Yahoo Deutschland, überzeugt. Durch die Bereitstellung von relevanten Web-Inhalten und -Services schaffe man sich dagegen die Möglichkeit, für Internetnutzer aus der ganzen Welt wieder zum bevorzugten Einstiegspunkt ins Web zu werden.
Quelle: CRN Dr.Mathias Hell
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Verfasst von Klaus Alrutz am 19. Mai 2008
Nach dem Scheitern der Übernahme des Internetkonzerns Yahoo hat der Softwaregigant Microsoft ein alternatives Angebot zu einer kompletten Übernahme gemacht. Dies teilte Microsoft mit, ohne allerdings Einzelheiten zu nennen.
Eine neue Offerte zum Kauf von Yahoo schließt Microsoft derzeit zwar aus. Das Management halte sich diese Möglichkeit aber offen, hieß es. Dies hänge nicht zuletzt von den Gesprächen mit Yahoo beziehungsweise den Aktionären auf beiden Seiten ab. Yahoo erklärte, das Unternehmen prüfe weiterhin eine Reihe strategischer Alternativen und sei offen für alle „Transaktionen, die im besten Interesse unserer Aktionäre sind.“ Dazu gehörten auch Vorschläge von Microsoft.
Microsoft hatte zu Monatsbeginn seine 47,5 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte für Yahoo zurückgezogen, nachdem der Internetkonzern auch ein aufgestocktes Angebot abgelehnt hatte. Mit der Yahoo-Übernahme wollte Microsoft Marktführer Google angreifen. Das Yahoo-Management geriet nach dem Rückzug Microsofts in die Kritik einiger seiner Großaktionäre.
Quelle: tagesschau.de
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