Weblog-Archiv für 18. Mai 2008
Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Mai 2008
Echtzeit-Daten zu Umweltbedingungen
Die Europäische Umweltagentur und Microsoft arbeiten in den nächsten fünf Jahren bei der Entwicklung eines Online-Portals zusammen. Darüber sollen mehr als 500 Millionen Bürger in Europa Echtzeit-Informationen über die Umwelt erhalten.
In einer Art Observatorium werden Experten und Bürger selbst lokale Daten übermitteln können. Damit sollen sie ein detailliertes, exaktes und aktuelles Bild der Umweltbedingungen in ganz Europa bekommen. In Zukunft werden auch Echtzeit-Informationen von Satelliten für Notfallhilfen und andere Maßnahmen einbezogen. Microsoft bietet Unterstützung bei der Software-Entwicklung, damit die Europäische Umweltagentur das Angebot mit Informationen zu wichtigen Umweltfaktoren wie Luft, Ozon und Wasserqualität erweitern kann.
Das Internet-Portal der Europäischen Umweltagentur und Microsoft ermöglicht die Suche nach Informationen, die von regionalen Agenturen zur Umweltbeobachtung bereitgestellt werden. Die Daten werden umfassend und in Echtzeit aktualisiert. Nutzer werden die Informationen auch über Windows Live und MSN erhalten können. (rs)
Quelle: Computerbild
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Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Mai 2008
Das Bundesministerium des Innern hat der ihr untergeordneten Bundeszentrale für politische Bildung BpB die Auslieferung des Sammelbandes „Computerspiele(r) verstehen“ bis auf weiteres untersagt, so Der Spiegel in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Das in einer Auflage von 12.000 Exemplaren gedruckte Buch richtet sich nach Angaben der Bundeszentrale an Eltern und Pädagogen, bietet aber „mehr als den Tunnelblick auf mögliche Gefährdungen.“ Stattdessen soll es auch über „die Interessen und Erfahrungshintergründe der Spielenden mit der Nutzung“ berichten.
Anlass für den vorläufigen Bann ist ein Plagiatsvorwurf gegen einen im Buch enthaltenen Aufsatz des Medienwissenschaftlers Winfred Kaminski. Der Professor der für das Gros der Artikel des Sammelbandes verantwortlichen Fachhochschule Köln hatte den Vorwurf gegenüber der Bundeszentrale grundsätzliche bestritten. Gegenüber Der Spiegel räumte Kaminski nun allerdings ein, er habe verschiedene Texte aus Internet-Artikeln übernommen und nicht sorgfältig genug darauf geachtet, dass dies dem Leser immer deutlich werde.
Schon im Vorfeld kam es zu einer Grundsatzdiskussion über den Inhalt des Buches. Nach einer Analyse des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFN) verharmlose das Werk Risiken für Spieler oder blende sie vollkommen aus. Zudem verwies ein Sprecher des KFN auf eine gefährliche Nähe der Kölner Fachhochschule zur Spieleindustrie. 2007 erhielt die FH von Nintendo und Electronic Arts (EA) 200.000 Euro für seine medienpädagogische Arbeit. Weitere knapp 50.000 Euro flossen der FH seitens EA für eine Fachtagung zu. Die Bundeszentrale für politische Bildung reagierte prompt auf die Anweisung des Innenministeriums – der betreffende Link zu „Computerspiele(r) verstehen“ ist nicht mehr abrufbar.
Quelle: (sha/c’t)
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Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Mai 2008
Firefox 3 nähert sich der Fertigstellung
Die Entwicklung des Web-Browsers Firefox 3 nähert sich dem Ende, der Browser liegt jetzt als Release Candidate vor. Weitere Release Candidates könnten folgen, die Final-Version ist für Juni 2008 geplant.
Zudem wurden Fehler in neuen Funktionen beseitigt bzw. die Neuerungen noch einmal verändert. Gleiches gilt für die grundlegende Plattform die nun sicherer, stabiler und kompatibler mit bestehenden Webseiten sein soll.
Auch die Leistung haben die Entwickler weiter verbessert. Dazu zählt vor allem die Geschwindigkeit der JavaScript-Engine die nun im SunSpider-Benchmark von Apple besser abschneiden soll. Auch Applikationen wie Google Mail und Zoho Office sollen nun schneller laufen.
Der Release Candidate 1 von Firefox 3 steht ab sofort für die Plattformen Windows, MacOS X und Linux unter anderem in deutscher Sprache zum Download bereit. Die Vorabversion kann noch einige Fehler enthalten, so dass die Software nur zu Testzwecken genutzt und nicht im Produktiveinsatz verwendet werden sollte. (ji)
Zum Download: Firefox3 RC
Quelle: Golem.de
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Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Mai 2008
Microsofts Pech mit seinen Service Packs will nicht enden. Schon bei der Veröffentlichung des SP1 für Windows Vista gab es diverse Probleme, nun schickt das kürzlich veröffentlichte Service Pack 3 für Windows XP unter anderem Rechner mit AMD-CPU in eine Endlos-Neustartschleife.
Inzwischen ist die Ursache gefunden: Offenbar haben die Hersteller (beispielsweise HP) der betroffenen PCs der Einfachheit halber Images eingespielt, die sowohl CPU-Treiber für AMD (amdk8.sys) als auch Intel (intelppm.sys) enthalten. Wird der falsche Intel-Treiber geladen, schickt er den PC mit frisch installiertem Service Pack 3 in die Endlos-Neustartschleife.
Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, hilft es, den PC im abgesicherten Modus zu starten und den Service mittels „sc config intelppm start=disabled“ zu deaktivieren. Alternativ kann man in der Rettungskonsole von XP „disable intelppm“ eingeben.
Besitzer von AMD-Rechnern sollten im Vorfeld der SP3-Installation den etwaig vorhandenen intelppm.sys deaktivieren. Bequeme Naturen verwenden dazu das Visual-Basic-Skript removeIntelPPMonAMD.vbs des Sicherheitsspezialisten und ehemaligen Microsoft-Mitarbeiters Jesper Johansson. Er beschreibt in seinem Blog das Problem ausführlich und schildert verschiedene Lösungsansätze.
Quelle:(vza/c’t)
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Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Mai 2008
Jeder vierte Bundesbürger ist von Armut betroffen oder muss durch staatliche Leistungen vor Armut bewahrt werden. Wie Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) der „Bild am Sonntag“ sagte, geht dies aus dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hervor, der am Montag vorgelegt wird. 13 Prozent der Bundesbürger gelten demnach als arm, weitere 13 Prozent der Gesamtbevölkerung würden durch Sozialtransfers wie Kindergeld oder Arbeitslosengeld 2 vor dem Abrutschen in Armut bewahrt.
Insgesamt hat sich die soziale Kluft in Deutschland weiter vertieft. „Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich weiter geöffnet“, beklagte Scholz: „Die Einkünfte der Reichen sind gewachsen, dagegen sinken die Einkommen im unteren Bereich leicht, im mittleren stagnieren sie.“ Als reich gelte, wer als Alleinlebender im Monat netto mehr als 3418 Euro zur Verfügung habe oder als Familie mit zwei Kindern mehr als 7178 Euro netto im Monat.
Weniger als 781 Euro netto
„Arm ist, so definiert es die EU, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, also 781 Euro netto“, sagte Scholz: „Die Armutsrisikoquote liegt nach dieser Rechnung bei 13 Prozent der Gesamtbevölkerung.“ Besonders bedrückend bleibe für ihn, dass die Zahl derjenigen, die arbeiten und sich trotzdem im Armutsrisikobereich befinden, größer geworden sei. „Das zeigt: Wir haben zu niedrige Löhne in Deutschland und wir brauchen Mindestlöhne“, erklärte Scholz. Zugleich werde aber auch die positive Wirkung des Sozialstaats deutlich: „Wenn es die Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld II, Wohn- oder Kindergeld nicht gäbe, dann hätten wir statt 13 Prozent 26 Prozent Arme“, sagte der Sozialminister.
Am schlimmsten sei die Lage für die Langzeitarbeitslosen und die Alleinerziehenden und deren Kinder. Allerdings sinke das Armutsrisiko auf nur noch vier Prozent der Haushalte mit Kindern, falls die Eltern Arbeit hätten. Bei den älteren Menschen seien heute weniger von Armut betroffen als früher. „Nur 2,3 Prozent von ihnen sind auf die Grundsicherung angewiesen, weil Rente und andere Einkünfte nicht reichen“, sagte Scholz.
Quelle: n-tv
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Verfasst von Klaus Alrutz am 18. Mai 2008
Schäuble will Telekommunikationsüberwachung im In- und Ausland wird verbunden
Die geplante zentrale Abhöreinrichtung der deutschen Sicherheitsbehörden in Köln soll in Zukunft zu einer eigenen Behörde nach dem Vorbild der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) ausgebaut werden, berichtet der Spiegel. Dabei geht es um die Überwachung der elektronischen Kommunikation und das Brechen von Verschlüsselung.
Einem internen Papier aus dem Bundesinnenministerium zufolge, das dem Spiegel vorliegt, könne die beim Bundesverwaltungsamt aufgehängte Einrichtung den „Nukleus einer neuen Behörde“ bilden. Der Geheimdienst NSA überwacht die weltweite Telekommunikation und dekodiert verschlüsselte Nachrichten.
„Vorbilder einer solchen Behörde“, so die Vorlage aus dem Innenministerium, „könnten die amerikanische NSA oder das britische Government Communications Headquarter“ sein. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will zudem die „Fernmeldeaufklärung“ des BND aus dem deutschen Auslandsgeheimdienst herauslösen und in die neue Abhörbehörde integrieren. Es gehe darum, heißt es in dem Papier aus seinem Ministerium, „inländische Telekommunikationsüberwachung mit der internationalen Telekommunikationsüberwachung“ zu verbinden.
Bislang unterhalten in Deutschland Behörden und Geheimdienste wie das Bundeskriminalamt, das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Bundespolizei und der BND jeweils eigene Anlagen zur Bespitzelung, dazu kommen entsprechende Einrichtungen der Bundesländer. Insgesamt sind bundesweit mehr als 75 solcher Abhörposten aktiv, so das Blatt weiter.
Mit dem geplanten Abhöramt wolle Schäuble „die zersplitterte TKÜ-Landschaft der Sicherheitsbehörden harmonisieren“. Man brauche die Anlage, weil die Sicherheitsbehörden den neuen digitalen Kommunikationswegen und Verschlüsselungsmöglichkeiten „nicht mehr ausreichend begegnen“ könnten. Wenn nicht entschieden gegengesteuert werde, drohten „polizeiliche wie nachrichtendienstliche“ Erkenntnisse „zukünftig dramatisch zu schrumpfen“. (asa)
Quelle: Golem.de
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