Weblog-Archiv für 14. Mai 2008
Verfasst von Klaus Alrutz am 14. Mai 2008
Sistema lockt Infineons Forschungs- und Entwicklungsbereich
Im November 2006 machte der russische Mischkonzern Sistema schon einmal Schlagzeilen, als er Interesse an einem Aktienpaket der Deutschen Telekom zeigte. Der Deal kam damals nicht zu Stande, nicht zuletzt wegen Widerständen aus der Politik. Nun ist der angeschlagene Halbleiterhersteller Infineon ins Interesse der Russen gerückt.
Einem Bericht des Handelsblatts zu Folge hat Sistema eventuell schon den Aufsichtsrat von Infineon kontaktiert. „Für uns ist Infineon ein sehr interessantes Ziel – vor allem der Bereich Forschung- und Entwicklung“, sagte Sistema-CEO Alexander Gontscharuk gegenüber dem Handelsblatt. Infineon steht vor einer Neuausrichtung nach Abspaltung der DRAM-Sparte.
Sistema gehört mehrheitlich Wladimir Jewtuschenko, einem der reichsten Männer Russlands. Das Unternehmen, das an der Londoner und Moskauer Börse gelistet ist, konnte 2007 einen Umsatz von 13 Milliarden US-Dollar erzielen und machte einen Reingewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar. Anders als die meisten russischen Großkonzerne engagiert sich Sistema in den Bereichen Telekommunikation, Hightech und im Dienstleistungssektor und nicht in den Segmenten Rohstoffe und Energie.
Gontscharuk sieht bei einem möglichen Einstieg bei Infineon wie auch schon bei der geplanten Telekom-Beteiligung wieder Störfeuer aus dem politischen Bereich auf sich zukommen. Infineon sei „ein Flaggschiff der deutschen Industrie“. Für den Kauf nur eines Teilbereichs von Infineon sieht er derzeit wenig Möglichkeiten. Wie sich Sistema eine Beteiligung vorstellt, ist nicht ganz klar. Gontscharuk zieht eine vollständige Übernahme nicht in Betracht – die Produktion in Westeuropa führt zu einem Kostennachteil. Durch den hohen Konkurrenzdruck aus Asien sei für eine Übernahme „der Zeitpunkt nicht gut“.
Sistemas CEO hat konkrete Schritte, wie etwa einen Kontakt mit dem Infineon-Aufsichtrat von sich gewiesen: „Wir sind nicht aktiv, wir beobachten, wie sich die Situation bei Infineon entwickelt“. (ji)
Quelle: Golem.de
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Verfasst von Klaus Alrutz am 14. Mai 2008
Mediengewalt ist der stärkste Risikofaktor für Jugendkriminalität. So gehören Gewaltspiele bei den Heranwachsenden zu den typischen Auslösern von Gewaltkriminalität und Aggressionen. Das hat laut Magazin „Geo Wissen“ eine bislang unveröffentlichte Studie des Münchener Schulpsychologen Dr. Werner Hopf ergeben.
In einer Untersuchung mit 653 Schülern hat Hopf den Konsum von Mediengewalt und das Verhalten der Teilnehmer über einen Zeitraum von zwei Jahren analysiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass Gewaltspiele am PC offenbar die bedeutsamste Ursache für Prügeleien, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche sind. Ferner sind gewalthaltige Fernsehsendungen und Horrorfilme Auslöser für diese negativen Verhaltensweisen. Jugendliche, die viele Gewaltmedien konsumieren, haben zudem laut der Studie schlechtere Noten in Englisch und Deutsch. Weshalb Gewaltspiele unter Jugendlichen Aggressionen fördern, will nun die Universität Potsdam in einer Langzeituntersuchung klären.
Quelle: Global Press
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Verfasst von Klaus Alrutz am 14. Mai 2008
Erotische Fotos von sich und dem Partner – täglich fotografieren oder filmen sich etwa 2300 Jugendliche in Deutschland beim Liebesspiel. Was viele von ihnen nicht ahnen: „20 bis 30 Prozent dieser Aufnahmen landen früher oder später im , so Torsten Gems, Vorstand des Biometrischen Suchdienstes „ProComb“ in Dortmund. Seit April 2007 macht die Firma im Internet Erotik-Fotos oder -Videos im Auftrag von Betroffenen ausfindig. „Zu fast 100 Prozent“ seien es Frauen, die sich verzweifelt an den Suchdienst wendeten, sagt Gems.
Mit Hilfe eines Passfotos erstellt die Firma ein biometrisches Muster – vergleichbar mit einem individuellen genetischen Fingerabdruck. Das Bild durchläuft dann das Foto- und Video-Archiv des Unternehmens, in dem ausschließlich Erotik-Aufnahmen lagern. Etwa 25 Millionen Dateien würden pro Suchvorgang abgeglichen, was bis zu 150 Tage dauern könne, erklärt Gems. Damit die Datenbank immer auf dem neuesten Stand sei, werde sie täglich mit neuen Bildern und Videos aus aller Welt aufgestockt.
Falls der Computer ein „Match“, also einen Treffer lande, werde zunächst festgestellt, wer für die Internetseite verantwortlich ist. Anschließend fordere „ProComb“ den Betreiber der Website auf, das entsprechende Foto oder Video zu löschen, erzählt Gems. Allerdings gebe es keine Garantie, dass tatsächlich alle Bilder auf immer aus dem Netz verschwinden würden. Es bestehe immer die Möglichkeit, dass ein Internetnutzer sich die Bilder auf seinen privaten Computer heruntergeladen habe und sie irgendwann wieder ins Netz stelle, sagt Gems.
Hohn und Spott
Opfer einer solch ungewollten Veröffentlichung erotischer Fotos wurde auch Internet-Userin „Bienchen“, die unter diesem Pseudonym Hilfe im Online-Forum der Initiative „internetvictims.de“ sucht. Wenige Wochen, nachdem sie die Beziehung zu ihrem Freund beendet hatte, seien plötzlich „sehr persönliche Bilder“ von ihr im Netz aufgetaucht, schreibt sie. Natürlich habe sich das ganze schnell in der Stadt rumgesprochen und sie zum Gespött gemacht.
In vielen Fällen sei es der verschmähte Ex-Freund, der aus Rache persönliche Aufnahmen der Frauen auf einschlägigen Internetseiten veröffentliche, sagt Gems. Viele der Betroffenen hätten aber auch Internetbekanntschaften gemacht und via Webcam-Chat erotische Bilder mit einem Unbekannten ausgetauscht. „Was sie nicht wissen: Die sind keine Live-Sache. Mit denen kann auch aufgezeichnet und hochgeladen werden“, sagt Gems. Einige seiner Kundinnen hätten aber auch die Erfahrung gemacht, dass sie Opfer von Hacker-Angriffen geworden seien. Die Computerprofis hätten sich unerlaubt Zugang zum privaten PC der Betroffenen verschafft und Bilder oder Videos heruntergeladen.
Hilfe suchen die Opfer auch bei „internetvictims.de“, einer Initiative gegen Rufschädigung und Verleumdung im Netz. Diese versteht sich als Plattform, auf der sich die Betroffenen austauschen können. Bis zu zehn Anfragen bekomme „internetvictims.de“ täglich, sagt Initiator Thomas Volkmer. Viele der Betroffenen würden von ihrem Bekanntenkreis darauf aufmerksam gemacht, dass erotische Bilder im Netz kursierten. Mitunter verrate sich aber auch der Ex-Freund, der im Streit heraus posaunt, dass er seine Ex ins Internet gestellt habe.
Der Bundesverband der Informationswirtschaft (BITKOM) in Berlin rät den Opfern in solch einem Fall zu rechtlichen Schritten: „Wenn das Bildmaterial vom Opfer selbst aufgenommen wurde, hat es einen urheberrechtlichen Unterlassungsanspruch, den es gegen die Veröffentlichung geltend machen kann“, sagt ein Sprecher des Verbandes. Es könne auch eine einstweilige Verfügung beantragt werden, damit das Material schnell aus dem Netz genommen wird. Im Übrigen gelte das allgemeine Persönlichkeitsrecht, auf dessen Grundlage eine Klage auf Unterlassung und Entfernung möglich sei.
Quelle: n-tv
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Verfasst von Klaus Alrutz am 14. Mai 2008
Fehler in Google Mail macht massenhaften E-Mail-Versand möglich
Aufgrund eines Fehlers in Google Mail kann der Web-Mailer für den massenhaften Versand von E-Mails missbraucht werden, berichtet INSERT. Eigentlich soll dies ein spezieller Mechanismus in Google Mail verhindern. Doch der lässt sich durch einen Trick aushebeln.
Das brasilianisch-US-amerikanische Gemeinschaftsprojekt Information Security Research Team (INSERT) hat den Fehler in Google Mail entdeckt und bekannt gegeben, dass es ohne großen Aufwand möglich war, mehr als 4.000 E-Mails innerhalb von 6 Stunden über ein Google-Mail-Postfach zu versenden. Damit wurden im Schnitt 11 E-Mails pro Minute versendet. Diese Menge lässt sich steigern, indem mehr Google-Mail-Postfächer verwendet werden. Dazu wird die E-Mail-Weiterleitungsfunktion von Google Mail verwendet.
In Google Mail soll ein spezieller Mechanismus eigentlich verhindern, dass E-Mails mit gefälschten Absendern auf diese Art massenhaft versendet werden können. Dieser Mechanismus lässt sich aber nach INSERT-Erkenntnissen relativ leicht umgehen, genauere Details gibt es dazu bislang nicht. Die Macher geben an, eine Software geschrieben zu haben, um automatisiert E-Mails zu versenden. Außer für Spam-Angriffe lässt sich dieser Fehler auch für Phishing-Angriffe missbrauchen.
Bisher warten die Entdecker des Fehlers auf eine Reaktion von Google. Vor rund einer Woche soll Google auf den Fehler hingewiesen worden sein, hat bislang aber nicht reagiert. Am kommenden Wochenende sollen weitere Details zu dem Fehler bekannt gegeben werden. (ip)
Quelle: Golem.de
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Verfasst von Klaus Alrutz am 14. Mai 2008
Vier Patches stopfen insgesamt sechs Sicherheitslecks in Microsoft-Produkten
In Microsofts Office-Paket wurden zum diesmonatigen Patchday summa summarum drei Sicherheitslecks beseitigt, über die Angreifer schadhaften Code ausführen und so einen fremden Rechner unter ihre Kontrolle bringen können. Ein als gefährlich eingestuftes Sicherheitsloch befindet sich in der Windows-Komponente Jet 4.0, zwei weitere Sicherheitslecks stecken in Microsofts Sicherheitssoftware.
Zwei als gefährlich eingestufte Sicherheitslücken enthält die Textverarbeitung Word sowie die Anzeigekomponente Word Viewer. Angreifer können über eine manipulierte Word- oder RTF-Datei beliebigen Schadcode einschleusen, indem sie ein Opfer zum Öffnen einer solchen Datei verleiten. Die beiden Sicherheitslecks finden sich in den Word-Versionen von 2000 bis 2007, in den Mac-Varianten Word 2004 sowie 2008 und im Word Viewer 2003. Ein Patch soll die beiden Fehler korrigieren.
In Microsofts Publisher steckt ein weiteres, ebenfalls als gefährlich klassifiziertes Sicherheitsloch, über das sich beliebiger Schadcode ausführen lässt. Der Fehler tritt auf, weil die Software Objektheaderdaten beim Öffnen von Publisher-Dateien fehlerhaft prüft. Ein Patch soll das Sicherheitsleck in Publisher 2000, 2002, 2003 sowie 2007 schließen.
Auch die Windows-Komponente Jet 4.0 weist ein als gefährlich bezeichnetes Sicherheitsleck auf, das zum Ausführen von Schadcode missbraucht werden kann, wenn eine präparierte MDB-Datei geöffnet wird. Das Problem betrifft Windows 2000, XP sowie Windows Server 2003 und soll mit einem Patch beseitigt werden.
In den Microsoft-Produkten Windows Live OneCare, Windows Defender, Antigen für Exchange, Antigen für SMTP Gateway, Forefront Client Security, Forefront Security für Exchange Server, Forefront Security für SharePoint sowie im „Autonomen System Sweeper im Toolset für Diagnose und Wiederherstellung 6.0″ befinden sich gleich zwei Sicherheitslecks. Beide können zu Denial-of-Service-Attacken missbraucht werden, indem den Applikationen entsprechend manipulierte Dateien untergeschoben werden. Mit dem bereitgestellten Patch sollten die beiden Fehler der Vergangenheit angehören.
Alle genannten Sicherheitspatches verteilt Microsoft auch über die Update-Funktion der betreffenden Produkte. (ip)
Quelle: Golem.de
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