Computerhilfe u. Info Blog

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Weblog-Archiv für 9. Mai 2008

Microsoft-Patchday voraus: 3 Updates für kritische Lücken geplant

Verfasst von Klaus Alrutz am 9. Mai 2008

Wie jeden Freitag vor einem Microsoft-Patchday kündigt das Unternehmen an, wieviele Patches es für welche Produkte veröffentlichen will. Am Mai-Patchday kommenden Dienstag wollen die Redmonder vier Updates herausgeben, von denen drei jeweils als kritisch eingestufte Schwachstellen und eines eine als wichtig eingeschätzte Sicherheitslücke abdichten sollen.

Zwei der kritischen Updates sollen Lücken in Microsofts Office in den Komponenten Word und Publisher schließen. Sie betreffen Office 2000, XP, 2003, 2007, Office 2004 sowie 2008 für den Mac und den Word Viewer 2003 sowie das Kompatibilitäts-Pack für Office-2007-Dateiformate. Zudem soll ein Update eine Sicherheitslücke in der Jet-Engine schließen, die Angreifer zum Einschleusen von Schadcode ausnutzen können. Der Patch soll den Fehler in Windows 2000 SP4, XP SP2, XP-x64, Server 2003 SP 1, Server 2003-x64 und Server 2003 SP1 für Itanium-Systeme beseitigen.

Das letzte angekündigte Update soll eine Denial-of-Service-Lücke in den Antivirenlösungen OneCare, Antigen und Forefront und in der Anti-Sypware Windows Defender abdichten. Wie üblich soll außerdem ein aktualisiertes Malicious Software Removal Tool (MSRT) weit verbreitete Schädlinge auf den Windows-Rechnern aufspüren und beseiten.

Quelle: heise-online

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SP3 für Windows XP macht Probleme auf AMD-Systemen

Verfasst von Klaus Alrutz am 9. Mai 2008

PCs mit AMD-Prozessoren starten nicht mehr

Ein paar Tage nach der Veröffentlichung des Service Pack 3 für Windows XP wurden Probleme mit dem Update-Paket bekannt. Besitzer von PCs mit AMD-Prozessoren klagen darüber, dass ihre Systeme nicht mehr vernünftig hochfahren. Zwei Gründe können dafür verantwortlich sein, berichtet ein früherer Microsoft-Mitarbeiter.

Der frühere Microsoft-Mitarbeiter Jesper Johansson berichtet von den aktuellen Erfahrungen und hat zwei Ursachen für das Fehlverhalten ausgemacht. In einem Microsoft-Forum schildern Windows-XP-Anwender ihre Probleme nach der Installation des Service Pack 3.

Das eine Problem betrifft nur HP-Rechner mit AMD-Prozessoren, die entweder beim Hochfahren in einer Schleife hängen bleiben oder beim Rechnerstart abstürzen. HP stattet seine Rechner mit einheitlichen Images aus, ganz gleich, ob es sich um Intel- oder AMD-Systeme handelt. Das führt dazu, dass der Windows-Treiber intelppm.sys für die Stromsparfunktionen auf beiden Prozessorplattformen läuft, auch wenn dieser eigentlich nur für Intel-Prozessoren gedacht ist.

Das Äquivalent für AMD-Systemen heißt amdk8.sys, gehört aber bei den HP-Systemen nicht zum Lieferumfang. Normalerweise ist das kein Problem, aber das Service Pack 3 (SP3) für Windows XP scheint sich daran zu stören. Daher fährt der Rechner nicht mehr ordentlich hoch, nachdem das SP3 auf ein entsprechendes Windows-XP-System gespielt wurde.

Um das System wieder zum Laufen zu bekommen, muss man den Rechner im abgesicherten Modus hochfahren und dann den Intel-Treiber deaktivieren, indem „sc config intelppm start= disabled“ aufgerufen wird. Alternativ kann der Treiber über die Wiederherstellungskonsole von Windows XP abgeschaltet werden, indem „disable intelppm“ ausgeführt wird. Der dritte Weg geht über eine WinPE-Disk: Dann muss der Treiber in der Registry deaktiviert werden, die dafür notwendigen Schritte beschreibt Johansson in seinem Blog-Beitrag. Nach der Abschaltung des Intel-Treibers sollte das System wieder einwandfrei starten.

Das zweite Problem tritt bei AMD-Systemen auf, die mit einem bestimmten Asus-Mainboard bestückt sind, vermutet Johansson. In diesem Fall stürzt Windows XP nach der Installation des SP3 beim Hochfahren ab und gibt eine Fehlermeldung aus. Darin bemängelt das Betriebssystem, dass das BIOS auf dem Mainboard ACPI nicht vollständig unterstützt. Nach Johanssons Erkenntnissen sollen nur Systeme betroffen sein, die das Asus-Mainboard „A8N32-SLI Deluxe“ verwenden. Dann soll es bereits helfen, vor dem Hochfahren des Rechners einen USB-Stick an den Rechner anzuschließen. Schon fährt das System ohne Fehlermeldung hoch.

Genauere Ursachen für die Fehler sind bislang nicht bekannt. Wie Computerworld.com berichtet gibt es zu den Vorfällen noch keine Reaktion von Microsoft. Somit ist auch unklar, ob das Service Pack 3 für Windows XP nochmal aktualisiert wird, um diese Fehler zu beseitigen. (ip)

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Microsoft geht gegen Rekord-Bußgeld der EU vor

Verfasst von Klaus Alrutz am 9. Mai 2008

Der US-Software-Konzern Microsoft geht gegen das Rekord-Bußgeld der Europäischen Union in Höhe von 899 Millionen Euro vor. Das Unternehmen habe das EU-Gericht Erster Instanz angerufen, sagte ein Konzernsprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Brüssel.
Ziel sei es, das Bußgeld aufzuheben. Die nötigen Dokumente seien heute übergeben worden.

Die EU-Kommission hatte Microsoft am 27. Februar wegen jahrelang zu hoher Lizenzgebühren für technische Informationen belangt. Es war das höchste EU-Bußgeld aller Zeiten gegen ein einzelnes Unternehmen. Die verlangten Strafzahlungen an die EU summieren sich für den US-Giganten aus Redmond seit 2004 auf nun 1,677 Milliarden Euro.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten entschieden, der Windows-Hersteller habe gegen alte EU-Sanktionen verstoßen. Brüssel hatte Microsoft 2004 wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung schwer bestraft und ein erstes Bußgeld von fast 500 Millionen Euro verhängt. Microsoft musste zudem technische Einzelheiten an andere Hersteller offenlegen, damit deren Software mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows vereinbar wird. Nach Ansicht der Kommission kam Microsoft dieser zwingenden Verpflichtung bis Oktober 2007 nicht nach.

Nach Einschätzung von Microsoft betrifft das Bußgeld einen abgeschlossenen Vorgang, der durch die Einigung zwischen dem Konzern und Brüssel vom Oktober 2007 erledigt sei. Es laufen jedoch bereits neue Verfahren, bei denen es unter anderem um die Verbindung zwischen dem Web-Browser Internet Explorer mit Windows geht. Auch in diesen Verfahren drohen hohe Strafgelder.

Quelle: DPA

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