Computerhilfe u. Info Blog

Computerhilfe und Info Blog rund um die IT u. Internetsicherheit aus Hildesheim/Niedersachsen/DE.

Weblog-Archiv für 17. April 2008

(Korrekturversion) Jeder zehnte ferngesteuerte Rechner steht in Deutschland

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Jeder zehnte von Cyber-Kriminellen ferngesteuerte Rechner steht in Deutschland. Genau wie in Italien, ist der Prozentsatz der heimlich an sogenannte „Botnetze“ angeschlossenen Computer hierzulande sehr hoch. Unter „Botnetzen“ verstehen Sicherheitsexperten Netzwerke, in denen unzählige Rechner miteinander verschaltet werden, um zum Beispiel massenhaft Spam-E-Mails zu versenden. Auch Phishing und das Versenden schädlicher Software erfolgt häufig über solche Botnetze. Mit einem Anteil von je acht Prozent an den ferngesteuerten Rechnern belegen laut dem Sicherheits-Software-Hersteller G Data Brasilien und die Türkei in der internationalen Rangliste die Plätze drei und vier.

Die meisten Computer-Besitzer sind sich der Gefahr nicht bewusst und wissen oft nicht, dass ihre Rechner von Kriminellen ferngesteuert werden. Zugriff erlangen die Hacker, indem sie den arglosen Internet-Surfer auf gefälschte Seiten locken. Von dort aus kann heimlich schädliche Software, zum Beispiel Trojaner, installiert werden. Häufig geschieht dies, wenn die Computer nicht ausreichend gegen Attacken Krimineller geschützt sind. Deshalb sollten Anwender ihren Virenschutz immer aktuell halten.

Quelle: Global Press

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Passwörter sicher wählen

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Sensible Daten sollen durch Passwörter geschützt werden. Das funktioniert jedoch nur dann einigermaßen verlässlich, wenn der Anwender bei der Wahl der Kennwörter nicht zu nachlässig vorgeht.Je mehr sich das Internet in vielen Bereichen des Lebens als ein wichtiges Medium durchsetzt, desto häufiger muss der Anwender Passwörter festlegen. Ein einmal ausgesuchtes Passwort wird von vielen Nutzern über lange Zeit beibehalten. Der Sicherheit ist das nicht förderlich. Denn falls sich ein Dritter beispielsweise Zugang zu einem E-Mail-Konto verschafft hat, würde er nur durch eine Änderung des Kennwortes ausgesperrt. Deshalb ist es sinnvoll, Passwörter spätestens nach einigen Monaten, besser nach einigen Wochen zu ändern.Weil es vielen Computer-Nutzern zu umständlich ist, sich mehrere Kennwörter zu merken, verwenden sie für verschiedene Bereiche dieselben Passwörter. So werden zum Beispiel das Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk, beim E-Mail-Anbieter, bei Ebay und der Zugang zur Online-Bezahlplattform Paypal mit nur einem Passwort abgesichert. Gelangt ein Unbefugter an dieses Passwort, kann er damit nicht nur finanziellen Schaden anrichten. Auch in sozialen Netzwerken kann er durch Äußerungen im Namen einer anderen Person deren Ruf empfindlich schädigen oder die E-Mail-Adresse des Anwenders missbrauchen.Schon beim Festlegen eines Passwortes kann dessen Wirksamkeit beeinflusst werden. Wer es sich einfach macht und etwa die Nummernfolge „12345″ auswählt, macht es auch Passwortdieben leicht. Denn bei Kriminellen sind solche Zeichenabfolgen als gern genommene Passwörter bekannt. „Muster“ auf der Tastatur sind ebenso beliebt. Hierunter ist etwa „mhtfc“ oder „ydthmlp“ zu verstehen.Damit Kennwörter besser im Gedächtnis bleiben, werden gern vertraute Begriffe verwendet. Häufig sind dies etwa die Namen der Kinder, der Ehefrau, der Haustiere, die Bezeichnung des eigenen Hobbys oder andere Dinge, die sich bei Kenntnis der Vorlieben des Benutzers leicht erraten lassen. Insbesondere für Nutzer sozialer Netzwerke kann dies problematisch werden. Wer sich mit dem Benutzerprofil und damit auch mit den persönlichen Vorlieben eines Mitglieds beschäftigt, kann unter Umständen leicht auf Passwörter schließen.Moderne Software zum Knacken von Passwörtern kann zudem simple und kurze Buchstabenfolgen einigermaßen rasch herausfinden. Je länger und komplexer ein Kennwort ist, desto länger brauchen solche Spionage-Programme zur Entschlüsselung. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, eine Länge von mindestens acht Zeichen für das Passwort zu wählen. Ziffern sollten mit Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung sowie Sonderzeichen kombiniert werden. Außerdem erhöht es die Sicherheit, wenn Passwörter – zumindest für einen fremden Betrachter – keinerlei Sinn ergeben. Ein Trost bleibt all jenen, die sich durch das Merken und Ändern von Kennwörtern genervt fühlen: In Zukunft werden andere Mechanismen die Passwörter ersetzen. Stimmanalyse, Fingerabdruck und Irisscan sind einige Konzepte, die derzeit weiterentwickelt werden. Auch Software, die automatisch Einmal-Passwörter erstellt, kann finanzielle Transaktionen im Internet sicherer und leichter gestalten. Denn der Anwender muss sich keine komplexen Zahle-Buchstaben-Kombinationen mehr merken.

Quelle: Yahhoo News Gaby Schulemann-Maier/cid

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Schäuble will Regelung für Eindringen von Ermittlern in Wohnungen

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat bekräftigt, dass er eine gesetzliche Grundlage für das Eindringen in Wohnungen zu Ermittlungszwecken für notwendig hält. Der vereitelte Terroranschlag im Sauerland im vergangenen Jahr habe nach Einschätzung aller Experten gezeigt, «dass wir unter engen Voraussetzungen generell die Frage eines heimlichen Betretens einer Wohnung einer Regelung zuführen müssen», sagte er am Donnerstag bei der Innenministerkonferenz in Bad Saarow.

Am Dienstag hatte sich Schäuble mit Justizministerin Brigitte Zypries auf ein Gesetz zur Ausweitung der Kompetenzen des Bundeskriminalamts geeinigt, das auch das umstrittene Fahndungsinstrument der Online-Durchsuchung enthält. Die SPD-Ministerin hatte allerdings durchgesetzt, dass für die Installation der Überwachungssoftware die Wohnung nicht betreten werden darf.

Bayern hatte daraufhin angekündigt, den Landesermittlern den Zugang über ein zusätzliches Landesgesetz zu ermöglichen. «Wir werden in Bayern ein klares Gesetz schaffen», bekräftigte Innenminister Joachim Herrmann in Bad Saarow. Ein Sprecher Herrmanns wies den Vorwurf der SPD zurück, die Pläne der Landesregierung seien verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht habe in seiner Grundsatzentscheidung zur Online-Durchsuchung vom Februar das Betreten von Wohnraum gerade nicht ausgeschlossen, erklärte er.

Warnung vor bayerischem Sonderweg

Ministerialrat Anton Stammel vom Amt des bayerischen Datenschutzbeauftragten warnte dagegen vor «dem bayerischen Sonderweg, der erhebliche verfassungsrechtliche Probleme aufwirft». Laut deutschem Recht gebe es wegen des Schutzes der Privatsphäre keine heimliche Wohnungsdurchsuchung.

Die Innenminister von Baden-Württemberg und Hessen, Heribert Rech und Volker Bouffier (beide CDU), unterstützten die Pläne ihres Kollegen Herrmann. «Ich halte die bayerische Position für richtig», sagte Bouffier. Es müsse eine «saubere Rechtsgrundlage» auch für das Eindringen in Wohnungen geben. Auch Rech äußerte Zweifel, ob die vom Bund geplante Regelung praxistauglich sei. Gegebenenfalls müsse nachgebessert werden.

Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting sagte, das Fahndungsinstrument Online-Durchsuchung werde «wahnsinnig überschätzt». Sie werde ohnehin «nur in ganz seltenen Ausnahmefällen zum Tragen kommen», sagte der SPD-Politiker. Dafür reiche dann auch die Zuständigkeit des Bundeskriminalamts mit den in einem Bundesgesetz festgelegten technischen Bedingungen aus. Eine zusätzliche Kompetenz für die Landespolizeien sei nicht notwendig.

Quelle: AP

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United Internet lässt bei Freenet nicht locker

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Der Internet-Konzern United Internet lässt bei seinem Werben um den Telekommunikationsanbieter Freenet nicht locker. Eine Sprecherin von Freenet bestätigte, dass United-Internet-Chef Ralph Dommermuth einen Brief an Eckhard Spoerr, seinen Gegenpart bei Freenet, geschickt hat.
Zum Inhalt machte das Unternehmen keine Angaben. Die «Süddeutsche Zeitung» berichtete unter Berufung auf den Brief, Dommermuth fordere die Offenlegung der Finanzkennzahlen.

Um den Druck auf Freenet-Chef Eckhard Spoerr zu erhöhen, schlage Dommermuth erstmals vor, die Übernahmepläne «gerne auch Ihren Aufsichtsräten persönlich vorzustellen». United Internet interessiert sich für Freenet zusammen mit dem Mobilfunkunternehmen Drillisch. Die beiden Unternehmen halten zusammen bereits rund ein Viertel der Anteile. Freenet plant seinerseits die Übernahme des Mobilfunk- Providers Debitel, was United Internet ablehnt. Dommermuth drohte in dem neuen Brief der «SZ» zufolge, wenn Freenet weiter an der Debitel- Übernahme festhalte, könne er «auch persönliche Ansprüche gegen die handelnden Organmitglieder nicht ausschließen».

Voraussichtlich am Freitag will der Freenet-Aufsichtsrat über einen Erwerb von Debitel beraten. Eine Entscheidung soll laut Kreisen in den kommenden Tagen fallen. Spoerr gibt einer Übernahme von Debitel den Vorzug vor einem Zusammenschluss mit United Internet und Drillisch. Dies hatte er auch am Mittwoch in einem Brief an Dommermuth unterstrichen.

Quelle: DPA

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