Computerhilfe u. Info Blog

Computerhilfe und Info Blog rund um die IT u. Internetsicherheit aus Hildesheim/Niedersachsen/DE.

Archiv für April 2008

Windows XP Service Pack 3

Verfasst von Klaus Alrutz am 26. April 2008

Dieses Paket braucht jeder Windows-XP-Nutzer

Es ist das erste große Update-Paket seit vier Jahren: Microsoft spendiert seinem Auslauf-Betriebssystem Windows XP noch einmal ein Service Pack. Ab kommendem Dienstag steht die Datei bereit. Neue Funktionen gibt es kaum, dafür aber wichtige Sicherheitsupdates – und wohl auch einen Geschwindigkeitszuwachs.
Es scheint paradox: Am liebsten würde Microsoft derzeit wohl nur noch sein neues Betriebssystem Windows Vista verkaufen – doch ausgerechnet jetzt legt der US-Konzern noch einmal ein Service Pack für den sieben Jahre alten Vorgänger Windows XP auf. Als Service Pack bezeichnet Microsoft ein großes Update-Paket. Für XP wird es bereits das dritte sein.

Grund für Microsofts Treue zu XP: Das betagte System hält alleine in Deutschland einen Marktanteil von rund 75 Prozent. Und Geschäftskunden kaufen noch immer gerne XP, weil neue Computer sich so besser in die bestehenden Netzwerke aus XP-Rechnern einfügen. Zudem versagt Windows Vista auf leistungsschwachen Computern häufig seinen Dienst. Hersteller von Billig-Notebooks dürfen ihre Modelle deswegen bis Juni 2010 mit Windows XP verkaufen. Keine Frage: Angesichts dieser starken Verbreitung von XP ist die Systempflege sinnvoll.

Microsoft bietet das Service Pack 3 ab dem 29. April als direkten Download an. Die Datei ist rund 580 Megabyte groß, ohne eine DSL-Verbindung wird das Herunterladen zur Geduldsprobe. Wer für den Mausklick zu bequem ist, wartet noch rund einen Monat länger. Voraussichtlich im Juni zieht sich Windows XP das Update-Paket selbstständig aus dem Internet, per sogenanntem Windows Update. Neu sind am Service Pack nur rund 70 Megabyte Daten. Die übrigen Updates hatte Microsoft bereits veröffentlicht, das Service Pack 3 fasst sie lediglich noch einmal zusammen.

Die Neuerungen halten sich in Grenzen

Hoffnungen auf viele neue Funktionen dürfen sich die Nutzer allerdings nicht machen, es werden nur Details verbessert. Zu den auffälligsten Neuheiten gehören beispielsweise Hilfstexte für die Sicherheitsoptionen. Wer an den Systemeinstellungen herumschraubt, erhält künftig umfangreiche Erklärungen zu den Risiken der Maßnahme.
Eine unscheinbare, aber vor allem für Unternehmen bedeutende Änderung ist die Einführung der „Network Access Protection“ (NAP). Damit können Administratoren den Computern im Firmennetz Sicherheitsvorgaben machen. Werden die nicht erfüllt, erhält der Rechner keinen Zugang zum Netzwerk. Diese Funktion hat Microsoft von Vista übernommen. Sie ist für den US-Konzern auch aus strategischer Sicht sehr bedeutend. Denn dank NAP ist es einfacher, Computer mit XP und Vista zusammen in einem Netzwerk zu betreiben. Das soll Unternehmen ermutigen, ihre Computer nach und nach mit Vista auszustatten – weil sie sich keine Sorgen mehr um die Kompatibilität zwischen den Windows-Versionen machen müssen.
Die übrigen Funktionen des Service Packs sind schon seit längerem als Einzel-Updates erhältlich. XP beherrscht nun die WPA2-Verschlüsselung für WLAN-Funknetzwerke der neusten Generation. Der „Windows Installer“ verlangt ab sofort keinen Produktschlüssel mehr, was die Wartung von mehreren Computern vereinfacht. Die übrigen Funktionen wie die „Management Console 3.0“, der „Background Intelligent Transfer Service 2.5“, „Core XML Services 6.0“ und das „Peer Name Resolution Protocoll“ sind eigentlich nur für IT-Experten in Firmen gedacht und für den Otto-Normal-Anwender kaum relevant.

XP läuft offenbar schneller

Wichtiger ist hingegen ein möglicher Geschwindigkeitszuwachs dank Service Pack 3. Forscher vom „Exo Performance Network“ und von „Devil Mountain Software“ hatten berichtet, dass ein Computer mit dem neuen Update-Paket rund zehn Prozent schneller läuft als mit Service Pack 2. Zudem behaupten sie, dass ein XP-Rechner mit Service Pack 3 doppelt so flott wie ein Vista-PC ist – wenn beide Computer über die gleiche Hardware verfügen. Getestet wurden allerdings nur Vorab-Versionen des Update-Pakets.
Insgesamt enttäuscht das neue Service Pack allerdings. Denn auf sichtbare Verbesserungen warten Anwender vergeblich. Denkbar wären etwa eine verbesserte Firewall, neue Designs oder gar Animationen gewesen. Selbst die neuen Versionen von Internet Explorer und Media Player fehlen – und müssen nachträglich installiert werden. Grund für Microsofts Zurückhaltung: Der US-Konzern will natürlich sein neues Betriebssystem Vista verkaufen und XP nicht zu sehr aufwerten.

Trotzdem ist das Service Pack 3 für jeden XP-Besitzer unerlässlich. Denn das Paket enthält jede Menge wichtiger Sicherheitsupdates, merzt laut Microsoft rund 1000 Fehler des Betriebssystems aus – und winkt mit einem ordentlichen Geschwindigkeitszuwachs.

Einen detaillierten Überblick über alle Funktionen des Service Packs gibt Microsoft hier.

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Neue Community ComputerhilfeBlog ist Online.

Verfasst von Klaus Alrutz am 20. April 2008

Die neue Community ComputerhilfeBlog ist seit heute bei sixgroups.com Online.

In der Community können alle die Lust darauf haben Aktiv an Diskussionen rund um die IT teilnehmen. Außerdem werden viele hilfreiche Informationen und News rund um die IT und Internetsicherheit sowie Tipps zu Interessanten Webseiten und Blogs zu diesen Themen angeboten.

Jede(r) ist recht herzlich eingeladen um bei der neuen Community mitzumache.

Hier der Link: ComputerhilfeBlog Community

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Zahlreiche sensible Daten bei Bundesbehörden verschwunden

Verfasst von Klaus Alrutz am 19. April 2008

Bei den Bundesbehörden sind offenbar durch gestohlene oder verschwundene Computer in großem Umfang sensible Daten abhanden gekommen. Betroffen seien auch Steuerdaten und Geheim-Unterlagen des Verteidigungsministeriums, berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsfraktionsvizes Carl-Ludwig Thiele. Allein von 2005 bis 2007 seien in Ministerien und anderen Behörden 189 Tischcomputer und 326 Laptops verschwunden.

Zudem gingen dem Bericht zufolge 271 Handys und Taschencomputer sowie 38 Speicher-Sticks, CDs und DVDs mit Daten verloren oder wurden gestohlen. Den Wert der fehlenden Geräte beziffert das Innenministerium demnach auf rund 540.000 Euro. Auf vielen der Datenträger hätten sich vertrauliche Informationen befunden, berichtet das Blatt. Diese sollen zwar durch Passwörter und Software geschützt sein, ob sie gezielten Hackerangriffen standhalten, ist aber nicht klar.

Quelle: AFP

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Immer mehr Menschen in Deutschland haben Billigjobs

Verfasst von Klaus Alrutz am 18. April 2008

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten in Billigjobs. Bereits mehr als jeder fünfte Beschäftigte hierzulande war 2006 Geringverdiener, wie aus einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation hervorgeht. Der Niedriglohnanteil stieg von 1995 bis 2006 um gut 43 Prozent auf rund 6,5 Millionen Beschäftigte. Deutschland hat demnach im Vergleich zu Dänemark, Frankreich und den Niederlanden den höchsten Anteil von Billigjobbern unter den Beschäftigten. Damit nähert sich die Bundesrepublik den USA stark an, wo etwa ein Viertel der Beschäftigten Geringverdiener sind.

Der durchschnittliche Stundenlohn der Billigjobber lag 2006 bei 6,89 Euro im Westen und 4,86 Euro im Osten. Nach einem leichten Anstieg seit 1995 ging der Stundenlohn seit 2004 wieder zurück: Im Westen sank der durchschnittliche Bruttolohn pro Stunde zwischen 2005 bis 2006 um 27 Euro-Cent, im Osten um 52 Cent.

Die Autoren der Studie verweisen darauf, dass längst nicht mehr nur geringqualifizierte Menschen Billigjobs haben. So sei der Anteil der Beschäftigten mit einer abgeschlossenen Ausbildung von 58,6 Prozent 1995 auf 67,5 Prozent 2006 gestiegen. Rund drei Viertel aller Geringverdiener hätten eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen Abschluss.

Nach einer dänischen Studie beläuft sich die Geringverdienerquote im Nachbarland auf nur 8,5 Prozent und ist damit die niedrigste der fünf miteinander verglichenen europäischen Länder. Anders als in Deutschland bleiben dänische Geringverdiener auch nicht lange im Niedriglohnsektor, sondern steigen schnell in besser bezahlte Beschäftigungen auf. In Frankreich sorgt nach einer französischen Studie vor allem der Staat dafür, dass der Niedriglohnsektor vergleichsweise klein bleibt – unter anderem mit hohen Mindestlöhnen und starkem Arbeitnehmerschutz.

Als „eindeutiges Alarmsignal“ und „Armutszeugnis“ bezeichnete Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied beim Deutschen Gewerkschaftsbund, die deutschen Zahlen. Die Bundesregierung dürfe dieser „fatalen Entwicklung nicht tatenlos zusehen, denn hier braucht sich sozialer Sprengstoff zusammen, der auch die Mitte der Gesellschaft erreicht hat“, warnte sie.

Peter Clever von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sieht in der Zahl der Niedrigverdiener in Deutschland dagegen „kein Argument für Mindestlohn“. Die Berichte erweckten den Anschein, „als würde nun Armut in Deutschland grassieren“, sagte Clever dem Fernsehsender N24.

Quelle: AFP Yahoo News

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(Korrekturversion) Jeder zehnte ferngesteuerte Rechner steht in Deutschland

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Jeder zehnte von Cyber-Kriminellen ferngesteuerte Rechner steht in Deutschland. Genau wie in Italien, ist der Prozentsatz der heimlich an sogenannte „Botnetze“ angeschlossenen Computer hierzulande sehr hoch. Unter „Botnetzen“ verstehen Sicherheitsexperten Netzwerke, in denen unzählige Rechner miteinander verschaltet werden, um zum Beispiel massenhaft Spam-E-Mails zu versenden. Auch Phishing und das Versenden schädlicher Software erfolgt häufig über solche Botnetze. Mit einem Anteil von je acht Prozent an den ferngesteuerten Rechnern belegen laut dem Sicherheits-Software-Hersteller G Data Brasilien und die Türkei in der internationalen Rangliste die Plätze drei und vier.

Die meisten Computer-Besitzer sind sich der Gefahr nicht bewusst und wissen oft nicht, dass ihre Rechner von Kriminellen ferngesteuert werden. Zugriff erlangen die Hacker, indem sie den arglosen Internet-Surfer auf gefälschte Seiten locken. Von dort aus kann heimlich schädliche Software, zum Beispiel Trojaner, installiert werden. Häufig geschieht dies, wenn die Computer nicht ausreichend gegen Attacken Krimineller geschützt sind. Deshalb sollten Anwender ihren Virenschutz immer aktuell halten.

Quelle: Global Press

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Passwörter sicher wählen

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Sensible Daten sollen durch Passwörter geschützt werden. Das funktioniert jedoch nur dann einigermaßen verlässlich, wenn der Anwender bei der Wahl der Kennwörter nicht zu nachlässig vorgeht.Je mehr sich das Internet in vielen Bereichen des Lebens als ein wichtiges Medium durchsetzt, desto häufiger muss der Anwender Passwörter festlegen. Ein einmal ausgesuchtes Passwort wird von vielen Nutzern über lange Zeit beibehalten. Der Sicherheit ist das nicht förderlich. Denn falls sich ein Dritter beispielsweise Zugang zu einem E-Mail-Konto verschafft hat, würde er nur durch eine Änderung des Kennwortes ausgesperrt. Deshalb ist es sinnvoll, Passwörter spätestens nach einigen Monaten, besser nach einigen Wochen zu ändern.Weil es vielen Computer-Nutzern zu umständlich ist, sich mehrere Kennwörter zu merken, verwenden sie für verschiedene Bereiche dieselben Passwörter. So werden zum Beispiel das Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk, beim E-Mail-Anbieter, bei Ebay und der Zugang zur Online-Bezahlplattform Paypal mit nur einem Passwort abgesichert. Gelangt ein Unbefugter an dieses Passwort, kann er damit nicht nur finanziellen Schaden anrichten. Auch in sozialen Netzwerken kann er durch Äußerungen im Namen einer anderen Person deren Ruf empfindlich schädigen oder die E-Mail-Adresse des Anwenders missbrauchen.Schon beim Festlegen eines Passwortes kann dessen Wirksamkeit beeinflusst werden. Wer es sich einfach macht und etwa die Nummernfolge „12345″ auswählt, macht es auch Passwortdieben leicht. Denn bei Kriminellen sind solche Zeichenabfolgen als gern genommene Passwörter bekannt. „Muster“ auf der Tastatur sind ebenso beliebt. Hierunter ist etwa „mhtfc“ oder „ydthmlp“ zu verstehen.Damit Kennwörter besser im Gedächtnis bleiben, werden gern vertraute Begriffe verwendet. Häufig sind dies etwa die Namen der Kinder, der Ehefrau, der Haustiere, die Bezeichnung des eigenen Hobbys oder andere Dinge, die sich bei Kenntnis der Vorlieben des Benutzers leicht erraten lassen. Insbesondere für Nutzer sozialer Netzwerke kann dies problematisch werden. Wer sich mit dem Benutzerprofil und damit auch mit den persönlichen Vorlieben eines Mitglieds beschäftigt, kann unter Umständen leicht auf Passwörter schließen.Moderne Software zum Knacken von Passwörtern kann zudem simple und kurze Buchstabenfolgen einigermaßen rasch herausfinden. Je länger und komplexer ein Kennwort ist, desto länger brauchen solche Spionage-Programme zur Entschlüsselung. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, eine Länge von mindestens acht Zeichen für das Passwort zu wählen. Ziffern sollten mit Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung sowie Sonderzeichen kombiniert werden. Außerdem erhöht es die Sicherheit, wenn Passwörter – zumindest für einen fremden Betrachter – keinerlei Sinn ergeben. Ein Trost bleibt all jenen, die sich durch das Merken und Ändern von Kennwörtern genervt fühlen: In Zukunft werden andere Mechanismen die Passwörter ersetzen. Stimmanalyse, Fingerabdruck und Irisscan sind einige Konzepte, die derzeit weiterentwickelt werden. Auch Software, die automatisch Einmal-Passwörter erstellt, kann finanzielle Transaktionen im Internet sicherer und leichter gestalten. Denn der Anwender muss sich keine komplexen Zahle-Buchstaben-Kombinationen mehr merken.

Quelle: Yahhoo News Gaby Schulemann-Maier/cid

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Schäuble will Regelung für Eindringen von Ermittlern in Wohnungen

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat bekräftigt, dass er eine gesetzliche Grundlage für das Eindringen in Wohnungen zu Ermittlungszwecken für notwendig hält. Der vereitelte Terroranschlag im Sauerland im vergangenen Jahr habe nach Einschätzung aller Experten gezeigt, «dass wir unter engen Voraussetzungen generell die Frage eines heimlichen Betretens einer Wohnung einer Regelung zuführen müssen», sagte er am Donnerstag bei der Innenministerkonferenz in Bad Saarow.

Am Dienstag hatte sich Schäuble mit Justizministerin Brigitte Zypries auf ein Gesetz zur Ausweitung der Kompetenzen des Bundeskriminalamts geeinigt, das auch das umstrittene Fahndungsinstrument der Online-Durchsuchung enthält. Die SPD-Ministerin hatte allerdings durchgesetzt, dass für die Installation der Überwachungssoftware die Wohnung nicht betreten werden darf.

Bayern hatte daraufhin angekündigt, den Landesermittlern den Zugang über ein zusätzliches Landesgesetz zu ermöglichen. «Wir werden in Bayern ein klares Gesetz schaffen», bekräftigte Innenminister Joachim Herrmann in Bad Saarow. Ein Sprecher Herrmanns wies den Vorwurf der SPD zurück, die Pläne der Landesregierung seien verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht habe in seiner Grundsatzentscheidung zur Online-Durchsuchung vom Februar das Betreten von Wohnraum gerade nicht ausgeschlossen, erklärte er.

Warnung vor bayerischem Sonderweg

Ministerialrat Anton Stammel vom Amt des bayerischen Datenschutzbeauftragten warnte dagegen vor «dem bayerischen Sonderweg, der erhebliche verfassungsrechtliche Probleme aufwirft». Laut deutschem Recht gebe es wegen des Schutzes der Privatsphäre keine heimliche Wohnungsdurchsuchung.

Die Innenminister von Baden-Württemberg und Hessen, Heribert Rech und Volker Bouffier (beide CDU), unterstützten die Pläne ihres Kollegen Herrmann. «Ich halte die bayerische Position für richtig», sagte Bouffier. Es müsse eine «saubere Rechtsgrundlage» auch für das Eindringen in Wohnungen geben. Auch Rech äußerte Zweifel, ob die vom Bund geplante Regelung praxistauglich sei. Gegebenenfalls müsse nachgebessert werden.

Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting sagte, das Fahndungsinstrument Online-Durchsuchung werde «wahnsinnig überschätzt». Sie werde ohnehin «nur in ganz seltenen Ausnahmefällen zum Tragen kommen», sagte der SPD-Politiker. Dafür reiche dann auch die Zuständigkeit des Bundeskriminalamts mit den in einem Bundesgesetz festgelegten technischen Bedingungen aus. Eine zusätzliche Kompetenz für die Landespolizeien sei nicht notwendig.

Quelle: AP

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United Internet lässt bei Freenet nicht locker

Verfasst von Klaus Alrutz am 17. April 2008

Der Internet-Konzern United Internet lässt bei seinem Werben um den Telekommunikationsanbieter Freenet nicht locker. Eine Sprecherin von Freenet bestätigte, dass United-Internet-Chef Ralph Dommermuth einen Brief an Eckhard Spoerr, seinen Gegenpart bei Freenet, geschickt hat.
Zum Inhalt machte das Unternehmen keine Angaben. Die «Süddeutsche Zeitung» berichtete unter Berufung auf den Brief, Dommermuth fordere die Offenlegung der Finanzkennzahlen.

Um den Druck auf Freenet-Chef Eckhard Spoerr zu erhöhen, schlage Dommermuth erstmals vor, die Übernahmepläne «gerne auch Ihren Aufsichtsräten persönlich vorzustellen». United Internet interessiert sich für Freenet zusammen mit dem Mobilfunkunternehmen Drillisch. Die beiden Unternehmen halten zusammen bereits rund ein Viertel der Anteile. Freenet plant seinerseits die Übernahme des Mobilfunk- Providers Debitel, was United Internet ablehnt. Dommermuth drohte in dem neuen Brief der «SZ» zufolge, wenn Freenet weiter an der Debitel- Übernahme festhalte, könne er «auch persönliche Ansprüche gegen die handelnden Organmitglieder nicht ausschließen».

Voraussichtlich am Freitag will der Freenet-Aufsichtsrat über einen Erwerb von Debitel beraten. Eine Entscheidung soll laut Kreisen in den kommenden Tagen fallen. Spoerr gibt einer Übernahme von Debitel den Vorzug vor einem Zusammenschluss mit United Internet und Drillisch. Dies hatte er auch am Mittwoch in einem Brief an Dommermuth unterstrichen.

Quelle: DPA

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Google unterstützt Kampf gegen Kinderpornografie

Verfasst von Klaus Alrutz am 15. April 2008

Hilfsorganisation nutzt Google-Software für Bildersuche

Google will dabei helfen, den Herstellern und Verteilern von Kinderpornografie auf die Spur zu kommen. Dazu stellt das Unternehmen einer Hilfsorganisation eine Software zur Verfügung, die einschlägige Bilder erkennen soll.

Mit Hilfe dieser Software wollen die Ermittler der Hilfsorganisation „National Center for Missing and Exploited Children“ (NCMEC) ihre Sammlung verdächtiger Dateien durchsuchen. Die Software soll jene Dateien erkennen, die Bilder von missbrauchten Kindern enthalten. Ein anderes Werkzeug von Google erleichtert die Analyse von einschlägigen Videos.

„Der Schlüssel hier ist Organisation, Skalierbarkeit und Suche. Die Werkzeuge, die wir zur Verfügung stellen, helfen dabei, die Daten der NCMEC zu organisieren und indizieren, so dass die Analysten sowohl einfach neue Bilder und Videos bearbeiten, als auch bereits vorhandenes Material besser referenzieren können“, schreibt der Google-Entwickler Shumeet Baluja im Google-Blog.

„Die Kriminellen nutzen topaktuelle Technik, um Verbrechen an Kindern zu begehen. Wir müssen dasselbe tun, um ihnen das Handwerk zu legen und Kinder zu schützen“, sagt der NCMEC-Vorsitzende Ernie Allen. Er sei deshalb Google dankbar für die Software, die es der Organisation ermögliche, den Strafverfolgern besser zuzuarbeiten.

Das Internet habe Kinderschändern einen neuen Weg eröffnet, so Baluja. Deshalb sei das Unternehmen im August 2006 der „Technology Coalition Against Child Pornography“ beigetreten. Das ist eine Unterorganisation der NCMEC, in der sich IT-Unternehmen zusammengefunden haben, um Lösungen zu entwickeln, die das Geschäft mit der Kinderpornografie im Internet unterbinden sollen.  (wp)

Quelle: Golem.de

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Bundesregierung einigt sich über Online-Durchsuchungen

Verfasst von Klaus Alrutz am 15. April 2008

Nach monatelangem Ringen hat sich die große Koalition auf den umstrittenen Gesetzentwurf zur Online-Durchsuchung geeinigt. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hätten „eine Einigung erreicht“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Nun gehe der Gesetzentwurf an die Bundesländer. Das Innenministerium hoffe, dass der Entwurf noch vor der Sommerpause im Kabinett behandelt werden könne. Der letzte strittige Punkt, das Eindringen in die Wohnung von Verdächtigen, um die Online-Durchsuchung zu ermöglichen, steht demnach auf Wunsch der SPD nicht in dem Gesetzentwurf.

Das Bundesverfassungsgericht hatte Ende Februar entschieden, dass Computer von Verdächtigen mit Spionageprogrammen ausgeforscht werden dürfen – allerdings nur dann, wenn „überragend wichtige Rechtsgüter“ wie Menschenleben oder der Bestand des Staates konkret gefährdet sind.

Um die dazu notwendige Software zu installieren, war als eine Möglichkeit das Eindringen in die Wohnung eines Verdächtigen genannt worden. Die SPD hielt dies jedoch für grundgesetzwidrig und verwies auf die Unverletztlichkeit der Wohnung.

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, ging im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP davon aus, dass es nach einer Gesetzesregelung rund zehn Fälle von Online-Durchsuchungen pro Jahr in Deutschland geben wird. Das BKA sei derzeit mit „Hochdruck“ dabei, die entsprechende Software zu erstellen, sagte Ziercke. Da Deutschland diese aber auch von anderen Ländern, die bereits Online-Durchsuchungen machen, bekommen könnte, könnte jederzeit mit den Durchsuchungen angefangen werden, sobald das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sei. Er verwies zudem darauf, dass es verschiedene Möglichkeiten gebe, wie für die Online-Durchsuchung notwendige „Trojaner“ in die Computer eingebracht werden könnten.

Die Online-Durchsuchung ist Teil des Gesetzentwurfes über die Befugnisse des Bundeskriminalamtes (BKA). Demnach soll das BKA künftig die Aufgabe der Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus wahrnehmen, wenn eine länderübergreifende Gefahr vorliegt oder die Zuständigkeit einer Landespolizei nicht festgestellt werden kann. Das BKA soll dabei präventiv tätig werden können und die Möglichkeit bekommen, von sich aus aktiv zu werden. Bisher musste das BKA darauf warten, dass eine Länderpolizei um Amtshilfe ersucht

Quelle: AFP

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Ausfall im Handy-Netz von Vodafone

Verfasst von Klaus Alrutz am 12. April 2008

Das Mobilfunk-Netz von Vodafone ist am Donnerstag teilweise für mehrere Stunden ausgefallen. Eine Sprecherin sagte am Freitag, es seien Gespräche punktuell und zeitweise nicht zustande gekommen.

Es habe sich aber nicht um einen generellen, bundesweiten Netzausfall gehandelt. Wie bereits die Online-Ausgabe der Zeitung «Die Welt» berichtet hatte, hatten viele Kunden des Düsseldorfer Handy-Konzerns wegen der Störung nicht telefonieren können.

Der zweitgrößte deutsche Handynetz-Betreiber grenzte den Ausfall auf kurz vor 18.00 Uhr bis etwa 21.00 Uhr am Donnerstagabend ein. Menschliches Versagen bei geplanten Wartungsarbeiten habe zum Blackout geführt. «Ein Mitarbeiter hat eine falsche Eingabe gemacht», hieß es vom Unternehmen. Die Folge: Ein zentraler Computer sei Vodafone abgestürzt, was zu einer Kettenreaktion geführt habe.

Vodafone analysierte nach eigenen Angaben nach der Wartungspanne noch einmal sämtliche Abläufe der notwendigen Überholungsarbeiten. Der Vorfall werde genau geprüft, zudem überlege man, Informationen zu Störungen künftig auf der Internetseite zu veröffentlichen, sagte die Sprecherin.

Quelle: DPA

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Media Player von Adobe veröffentlicht

Verfasst von Klaus Alrutz am 9. April 2008

Einen neuen Media Player hat jetzt Adobe veröffentlicht. Die Abspiel-Software für multimediale Internet-Inhalte (Flash-Filme) steht zunächst nur in englischer Sprache zur Verfügung. Hierbei werden die Videos entweder als Stream zum Livebetrachten oder zum Herunterladen bereit gestellt.

Mit dem Player kann der Anwender auch Video-Webcasts abonnieren. Es lassen sich dann bestimmte Programme zum Beispiel von Nickelodeon, MTV Networks oder CBS abspielen; diese und zahlreiche weitere Unternehmen haben eine Partnerschaft mit Adobe. Ausgelegt ist die Applikation für Apples Mac OS X und für Windows. Das Programm ist unter http://get.adobe.com/amp für den Endverbraucher kostenlos erhältlich.

Quelle: Global Press/Yahoo-News

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E-Plus nistet sich beim Kaffeeröster ein

Verfasst von Klaus Alrutz am 8. April 2008

E-Plus übernimmt Ladenlokale von Tchibo

Der Kaffeeröster Tchibo ändert sein Ladenkonzept und will deshalb einige kleinere Filialen abstoßen. E-Plus will davon über 50 Standorte übernehmen und Partnershops daraus machen. 20 weitere Filialen von Tchibo werden zu Shops für die Mobilfunkhändler-Tochter SMS Michel umgebaut.

Der E-Plus-Eigentümer KPN hatte zum Jahreswechsel den Mobilfunkfachhändler SMS Michel übernommen und damit für die E-Plus-Gruppe unter anderem 90 E-Plus-Shops und Partnershops hinzugewonnen.

„Durch die Übernahme der Ladenlokale von Tchibo setzen wir unsere Strategie fort, bundesweit Top-Lagen für unseren Vertrieb hinzuzugewinnen. Damit bauen wir jetzt auf einen Schlag unsere Marktpräsenz massiv aus“, so Dr. Jörg Ehmer, Chief Sales Officer der E-Plus-Gruppe.

Die angemieteten Filialen des Kaffeerösters befinden sich nach Angaben von E-Plus fast ausschließlich in A-Lagen. Der Umbau der Läden soll im Mai 2008 beginnen.  (ip)

Quelle: Golem.de

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RTL II beendet Zusammenarbeit mit Verona Pooth

Verfasst von Klaus Alrutz am 8. April 2008

Cannes (dpa) – RTL II wird nicht weiter mit Verona Pooth (39) zusammenarbeiten, die für den Privatsender die inzwischen ausgelaufenen Reihe «Engel im Einsatz» moderierte.

Als Grund gab Programmdirektor Axel Kühn in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Cannes an, dass Pooth nach der Insolvenz ihres Mannes Franjo «von den Zuschauern zunehmend kritisch beobachtet» werde und somit im Einsatz für sozial schwache Menschen an Glaubwürdigkeit verloren habe. Die Quoten seien zwar ordentlich, aber auch nicht überragend gewesen.

Erhöhen wird RTL II nach den Worten Kühns sein Engagement bei Live-Konzerten. Neben der Reihe «The Dome», die dieses Jahr wie üblich vier Mal gesendet wird, wird der Sender unter anderem die Love-Parade aus Dortmund zeigen, «Silvester am Brandenburger Tor», die «Ballermann Hits», «Après Ski Hits» und die «Bravo Super Show». Im Herbst steht eine aus England stammende umfangreiche neue Dokusoap mit dem Titel «Der Bluff» an. In ihr tauschen Menschen vier Wochen lang ihre Umgebung und den Beruf. So wird beispielsweise ein Heavy-Metal-Fan und Motorradfahrer als Dirigent klassischer Konzerte auftreten.

Wenn die auf ein halbes Jahr angelegte Vorabendshow «Big Brother» im Sommer abgeschlossen ist, werden voraussichtlich eine Gameshow und ein «Coaching»-Format die Lücke schließen. Die «Big Brother»-Pause stellt RTL II häufiger vor Probleme: Im vergangenen Jahr scheiterte am Vorabend unter anderem eine Schuldnerberatungssendung. Im Herbst gehen am späteren Abend mit «Californication» und «Dexter» zwei neue US-Serien an den Start. Die erfolgreich laufende Serie «Heroes» wird laut Kühn mit einer neuen Staffel fortgesetzt.

Quelle: DPA

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Die Windmühlen der Bürokratie – Günther Jauch erhält Preis für Kampf gegen behördlichen Unsinn

Verfasst von Klaus Alrutz am 8. April 2008

Jeder kennt sie, jeder hat bereits an ihr gelitten: die Regelungswut der Behörden. Mit etwas Hartnäckigkeit und gutem Willen wird der Kampf gegen den behördlichen Unsinn aber auch preiswürdig. Wie bei Günther Jauch, der am Dienstag 100 000 Euro für seine Mühen erhalten hat. Begründung aus der Jury des »Werner-Bonhoff-Preises wider den Paragraphen-Dschungel«: Mit seiner öffentlichen Kritik an der willkürlichen Verwaltungspraxis der Potsdamer Bauverwaltung habe Jauch einen «Dienst an der Allgemeinheit» geleistet.

Seit 1998 steckt der Moderator einen Teil seines Vermögens in die Sanierung historischer Bauwerke in seiner Wahlheimat Potsdam. Das erfordert den regelmäßigen Dialog mit der örtlichen Denkmalbehörde. Der gestaltete sich mitunter schleppend. Ein Beispiel: Um ein Objekt gegen Einbrecher zu sichern, bat Jauch das Amt um Einwilligung in den Einbau von Querstreben, die vor den Kellerfenstern eingesetzt werden sollten.

Das Amt pochte darauf, dass sich die ästhetische Anmutung der Schutzvorrichtung bruchlos in die Bauweise des historischen Objekts einfügen müsse. Daher seien einzig gusseiserne, neunfach geschwungene Streben zulässig. Jauchs Einwand, der Hersteller führe nur noch das siebenfach geschwungene Modell, wurde entgegnet, er möge das Gewünschte von einem Kunstschmied handfertigen lassen. Dass dadurch Mehrkosten von 30 000 Euro entstünden, ließ den Sachbearbeiter unbeeindruckt.

»An den Gutwilligen, bei denen man seit Jahren sieht, dass sie etwas für das Stadtbild tun«, versuche man immer wieder, »sein Mütchen zu kühlen und sie streckenweise zu schikanieren«, klagte Jauch im vergangenen Jahr in einem Zeitungsinterview. Zu dieser Zeit zog sein Bemühen um die Aufwertung des Potsdamer Stadtbildes Interesse auf sich, weil er kurz zuvor mit der «Schinkelmedaille» für vorbildliche Denkmalsanierung ausgezeichnet worden war. Jetzt nahm auch der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs den Unmut des TV-Stars ernst und zog externe Gutachter zur Bewertung der behördlichen Verwaltungspraxis zu Rate.

«Ein ungewöhnlicher Schritt», lobt Jauch, der sich mittlerweile versöhnlicher gibt: Besonders im Ton der Verwaltungsbeamten habe sich mittlerweile «einiges geändert». «Mittlerweile wird da auf Augenhöhe miteinander gesprochen.» Man gebe sich vorsichtiger und kompromissbereiter. Die Jury führt die atmosphärische Verbesserung auf Jauchs profunde Kritik zurück. Jauchs Fall beweise, dass man sich konkret einmischen müsse «und nicht darauf warten, dass andere einem das abnehmen», sagte Till Bartelt, Vorstand der Werner-Bonhoff-Stiftung.

Der Werner-Bonhoff-Preis, der in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen wird, ist Teil des Forschungsprojektes «Unternehmer vor bürokratischen Hürden», das in Kooperation mit der Berliner Humboldt-Universität (HU) den deutschen «Bürokratismus» erforscht. Gunnar Folke Schuppert von der HU, einer der Projektleiter, sieht die Lösung weniger in einem Abbau der Paragraphen als einer grundsätzlichen Veränderung der Verwaltungskultur. «Immer wollen alle das bürokratische Monster zur Strecke bringen», sagt er. Dabei gehe es oft nur um die Frage, ob die Paragraphen überhaupt dem Problem gemäß angewandt werden.

Das Preisgeld will Jauch an verschiedene soziale Projekte und Bildungsinrichtungen in Potsdam weiterreichen: An den gemeinnützigen Verein »Exploratorium«, der Kinder an die Naturwissenschaften heranführt, an die Katholische Marienschule und an den Verein «Arche», der gegen Kinderarmut vorgeht. Sein Engagement in der Stadtsanierung wird Jauch vorerst nicht fortsetzen.

Quelle: ddp.djn/abr/mbr

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Konkurrenz zu Intel: HP startet Schüler-Laptop

Verfasst von Klaus Alrutz am 8. April 2008

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) steigt ins wachsende Geschäft mit günstigen Schüler-Laptops ein. Das Mini-Notebook soll Vorreitern wie dem «Classmate»-Laptop des Chipkonzerns Intel Konkurrenz machen.

Die abgespeckten tragbaren Rechner sind einer der neuesten Trends der Computerindustrie. Der «HP Mini» soll in den USA im Laufe dieses Monats auf den Markt kommen und ab rund 500 Dollar zu haben sein, kündigte der Hersteller am Dienstag in Palo Alto (Kalifornien) an. Der Rechner (HP 2133 Mini-Note PC) wird in verschiedenen Ausstattungen angeboten: zum Beispiel wahlweise mit Linux-Betriebssystem oder Windows sowie mit leichteren oder auch länger laufenden Akkus. Das Gerät ist multimediafähig und hat einen drahtlosen Internetzugang.

Intel stellte erste kürzlich eine komplett überarbeitete Version seines Schüler-Laptops «Classmate» mit schnellerem Chip und größerem Bildschirm vor. Im Marktsegment für einfache tragbare Rechner sind auch Wettbewerber wie der taiwanesische Hersteller Asus mit seinem 300-Dollar-Notebook «Eee PC» aktiv. Auch vom zweitgrößten PC-Bauer Dell erwarten viele Branchenbeobachter noch in diesem Jahr den Einstieg in das neue Segment.

Die günstigen und sehr stabilen Geräte sollen nicht nur in Schulen und Entwicklungsländern zum Einsatz kommen, sondern auch als einfaches Zweitgerät sowie günstige und leichte Alternative zum hochleistungsfähigen Notebook. Intel nennt die Rechner inzwischen auch «Netbooks».

Sehr früh startete in dem Markt die Initiative «One Laptop Per Child» (OLPC) mit dem Intel-Wettbewerber AMD an Bord. Das von OLPC zunächst angestrebte Preislimit von 100 Dollar pro Stück musste jedoch auf knapp 200 Dollar angehoben werden. Der XO-Laptop von OLPC wurde bislang insbesondere an Schulen in Mittel- und Südamerika geliefert. Intel und OLPC hatten eine Zusammenarbeit versucht, sind vor einigen Monaten aber im Streit getrennte Wege gegangen. Dabei soll der «Classmate» ein zentraler Konfliktpunkt gewesen sein.

Die erste Generation des «Classmate»-PC hatte Intel seit vergangenem Jahr in Ländern wie Vietnam, Brasilien, Argentinien, Indonesien und Libyen für schätzungsweise 250 Dollar pro Stück vermarktet. Intel lässt den Rechner von Partnern bauen.

Quelle: DPA

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Microsoft droht Yahoo mit feindlicher Übernahme

Verfasst von Klaus Alrutz am 6. April 2008

Im Bemühen um den Kauf des Internetunternehmens Yahoo hat der US-Softwarekonzern Microsoft mit einer feindlichen Übernahme gedroht, sollte binnen drei Wochen keine Einigung zustande kommen. Es sei nun an der Zeit, dass sich Vertreter beider Seiten zusammensetzten und über eine Einigung verhandelten, schrieb Microsoft-Chef Steve Ballmer an die Yahoo-Führung. Sollte es in den kommenden drei Wochen zu keiner Einigung kommen, werde sich Microsoft direkt an die Aktionäre wenden. Dabei werde Microsoft sich auch darum bemühen, dass eine andere Yahoo-Führung gewählt werde.

Ballmer beklagte in dem Brief, dass sich seit dem am 1. Februar vorgelegten Angebot einer Barzahlung in Höhe von 42 Milliarden Dollar nichts getan habe. Die Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA habe auch den Wert von Yahoo geschmälert, schrieb Balmer. Zudem gebe es Anzeichen, dass die Nutzung der Yahoo-Suchmaschine zurückgegangen sei. Daher sei die Offerte von Anfang Februar jetzt noch bedeutsamer. Ballmer warf der Yahoo-Führung vor, sich nicht ernsthaften Gesprächen über eine Übernahme durch Microsoft zu stellen und warnte sie, die Möglichkeit der Verhandlungen mit Microsoft nicht verstreichen zu lassen.

Das Anfang Februar von Microsoft vorgelegte Angebot entspricht 31 Dollar pro Yahoo-Aktie und hätte den Aktionären einen Gewinn von 62 Prozent eingebracht. Microsoft strebt mit der Offerte eine stärkere Position im Internetgeschäft in Konkurrenz zu Google an.

Die Yahoo-Führung hatte das Microsoft-Angebot als zu gering abgelehnt, weil es nicht das Entwicklungspotenzial des Unternehmens berücksichtige. Um das Übernahmeangebot des Software-Riesen Microsoft abzuwehren führte Yahoo auch Gespräche mit der Mediengruppe News Corporation des Medienmoguls Rupert Murdoch, der eine Zusammenarbeit mit Yahoo jedoch ablehnte.

Quelle: AFP/Yahoo-news.de

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Opera 9.27 schließt Sicherheitslücken

Verfasst von Klaus Alrutz am 3. April 2008

Neue Version mit kleinen Verbesserungen für MacOS X

Mit der Version 9.27 seines Webbrowsers beseitigt Opera einige Sicherheitslücken. Über zwei nun geschlossene Sicherheitslücken können Angreifer beliebigen Code ausführen.

Eine der Lücken steckt in der Verarbeitung von News-Feeds, die andere bei in der Größe geänderten Canvas-Pattern. Zudem wurden kleine Änderungen an der Tastatursteuerung vorgenommen, die Stabilität bei BitTorrent-Transfers und dem Aufruf des Acid-3-Tests verbessert. Auch einige Mac-spezifischen Verbesserungen gibt es, unter anderem wurde ein Fehler im Druck-Dialog unter MacOS X 10.5 beseitigt.

Opera 9.27 steht ab sofort unter opera.com/download zum Download bereit. (ji)
Quelle: Golem.de

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Apple schließt Sicherheitslücken in QuickTime

Verfasst von Klaus Alrutz am 3. April 2008

Mehrere Fehler ermöglichen Abstürze und Ausführungen von fremdem Code

Mit der neuen QuickTime-Version 7.4.5 schließt Apple insgesamt elf Sicherheitslücken sowohl für die Windows- als auch für die MacOS-Version. In der Liste der Probleme der Medienwiedergabe-Software finden sich unter anderem Abstürze und die Möglichkeit, Code auf anfälligen QuickTime-Versionen auszuführen. Eine Aktualisierung von QuickTime sollte möglichst schnell geschehen.

Die meisten Fehler in Apples QuickTime benötigen ein entsprechend präpariertes Video. Mit einem solchen Video kann QuickTime entweder zum Absturz gebracht oder dazu bewegt werden, fremden Code auszuführen. Betroffen sind von den Fehlern Windows XP SP2, Windows Vista und die MacOS-X-Versionen 10.3 bis hin zur aktuellen Version 10.5 alias „Leopard“.Auch mit manipulierten PICT-Bilddateien lässt sich auf verschiedenen Wegen Vergleichbares anstellen. Eine weitere Schwachstelle offenbart QuickTime im Zusammenhang mit Java. Diese kann zur Offenlegung von kritischen Daten führen oder ebenfalls der Ausführung von fremdem Code dienen.

Von den elf genannten Sicherheitslücken lassen sich drei nur unter Windows ausnutzen. Die restlichen Fehler betreffen alle Betriebssysteme. Eine Beschreibung im Detail findet sich im Knowledge-Base-Artikel HT1241.

QuickTime 7.4.5 steht für Windows und MacOS X über die Softwareaktualisierung von Apple bereit. Alternativ kann die neue QuickTime-Version auch von der Webseite von Apple heruntergeladen werden. (as)

Quelle: Golem.de

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Deutsche Telekom fordert US-Weblog zu Verzicht auf Konzernfarbe auf

Verfasst von Klaus Alrutz am 2. April 2008

Die Deutsche Telekom hat eine US-Website zum Verzicht auf die Telekom-Konzernfarbe Magenta aufgefordert und damit eine Protestwelle im Internet ausgelöst.

Die Telekom-Rechtsabteilung schrieb in einem Brief an den viel gelesenen Technologie-Weblog Engadget Mobile, durch die Farbe Magenta im Logo und auf der Website könnten Leser den Eindruck haben, der Blog habe etwas mit der Telekom zu tun.

Seit der Veröffentlichung des Briefs durch Engadget Mobile in dieser Woche häufen sich im Internet massiv kritische Kommentare über den deutschen Konzern. Weitere Websites färbten sich am Mittwoch zur Solidarität demonstrativ in magenta-ähnlichem Rosa ein.

Ein Sprecher der Telekom-Tochter T-Mobile USA sagte am Mittwochabend auf Anfrage, der Konzern wolle mit dem Schreiben einen Dialog über seine Markenrechte beginnen. «Wir sind zuversichtlich, diese Frage auf freundschaftlichem Weg lösen zu können.» Der Konzern kenne die Diskussion im Netz und verfolge die verschiedenen Meinungen mit großem Interesse. Die Deutsche Telekom hatte bereits früher andere Unternehmen gedrängt, auf die spezielle Farbe zu verzichten.

Quelle: DPA 

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